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Richtungshören

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Sie brauchen

  • Holzkugel oder Murmel
  • Laut tickender Wecker o. Ä.
  • Flexschläuche (z. B. von Waschmaschinen)
  • Fahrradhelm und Paketklebeband

Die Kinder probieren mit Schläuchen aus, wie man hört, wenn man seine Ohren „vertauscht“ und üben sich im „Richtungshören“. Sie erleben, wie wichtig Ruhe für unsere Konzentration ist, und können feststellen, dass unser Gehirn die Fähigkeit hat, bestimmte Geräusche zu filtern und bewusster wahrzunehmen als andere.

Alltagsbezug

Meist nehmen wir die Umgebung mit den Augen wahr. Wir drehen uns bspw. lieber um, wenn wir hinter uns eine Fahrradklingel hören, statt uns nur auf das Gehör zu verlassen. Dabei haben unsere Ohren den Augen einiges voraus. Wer kann schon um die Ecke sehen? Um die Ecke hören ist dagegen ganz leicht.

Blindes Richtungshören: Aus welcher Richtung kommt ein Geräusch?

Setzen Sie sich mit den Mädchen und Jungen in einen großen Kreis. Alle, bis auf ein Kind, schließen die Augen. Das Kind mit den offenen Augen rollt eine Holzkugel oder einen schweren Ball zu einem der anderen Kinder. Alle hören zu. Nur wer die Kugel oder den Ball auf sich zurollen hört, darf die Augen öffnen und den Gegenstand fangen. Oder verstecken Sie einen laut tickenden Wecker im Raum, während die Kinder kurz draußen warten. Wer findet ihn zuerst?

Warum haben wir zwei Ohren und was passiert, wenn man sie "vertauscht"?

Wiederholen Sie mit den Kindern das Spiel mit der rollenden Kugel. Wie hört es sich an, wenn sich die Kinder jeweils ein Ohr zuhalten? Erkennen alle noch genauso gut, in welche Richtung die Kugel rollt? Stellen die Kinder einen Unterschied fest, wenn sie mit beiden oder nur mit einem Ohr hören?

Probieren Sie mit den Kindern aus, was passiert, wenn man seine Ohren „vertauscht“. Zwei Flexschläuche werden mit Paketklebeband über Kreuz auf einem Fahrradhelm befestigt und das Kind hält sich die Schlauchenden an die Ohren (Abb. 3). Kann es die Geräusche im Zimmer noch der richtigen Richtung zuordnen? Wie gelingt die Zuordnung ohne den Helm? Stellen die Kinder Unterschiede fest?
Auch mit nur einem der Schläuche lässt sich untersuchen, dass wir mit unseren beiden Ohren ganz genau hören, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Ein Kind hält sich die Enden des Schlauchs an seine Ohren, ein anderes klopft hinter dem Rücken des Kinds sacht auf den Schlauch. Woher kommt das Klopfen? Welchem der beiden Ohren war es näher?

Hört, hört

Mit unseren beiden Ohren können wir die Geräusche, die wir hören, den verschiedenen Richtungen, aus denen sie kommen, zuordnen.

Was passiert bei Lärm und Störgeräuschen?

Auch wenn wir von ganz vielen Klängen und Geräuschen umgeben sind und alles durcheinander klingt, kann unser Gehör besonders wichtige Geräusche aus den Umgebungsgeräuschen heraushören und sich darauf konzentrieren.

Während Sie eine kleine Einkaufsliste mit Dingen vorlesen, die sich die Kinder merken sollen, erzeugen einige Kinder „Störgeräusche“, z. B. mit einer Flöte, einer Trommel oder sie singen etwas. Können die anderen noch hören, was Sie vorlesen? Wie viele Wörter von der Liste können sie sich einprägen? Probieren Sie das Gleiche nun noch einmal ohne „Störgeräusche“ mit einer zweiten Liste und vergleichen Sie mit den Kindern die Anzahl der gemerkten Wörter. Besprechen Sie gemeinsam, wie wichtig Ruhe für uns ist und warum ständiger Lärm uns anstrengt.

Hört, hört

Ist es ruhig, kann man sich viel besser konzentrieren. Aber auch aus einer Vielzahl von Geräuschen können wir eine bestimmte Geräuschquelle herausfiltern, wenn wir möchten.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Mit den Ohren können wir Richtungen, aus denen Geräusche kommen, sehr genau wahrnehmen. Das Gehirn verrechnet den Zeitunterschied, mit dem der Schall auf unsere Ohren trifft, und kann somit die Richtung eines Geräuschs ermitteln.

Zudem haben wir die Fähigkeit zu selektivem Hören, d. h. wir können uns bei verschiedenen Geräuschen auf bestimmte konzentrieren. Beispielsweise können wir auf einem Fest, auf dem viele Menschen durcheinander reden, die Worte einer Person ganz genau wahrnehmen und die anderen Geräusche unterdrücken. Das Phänomen nennt man auch Cocktailparty-Effekt.

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