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Was passiert mit den Sprudelgasblasen, wenn man umrührt?

Sprudelgas wirft Blasen

Wie fühlt es sich am Finger an?

Sprudelgas wirft Blasen

Viele Dinge können Sprudeln

Sprudelgas wirft Blasen

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Sie brauchen

  • Stilles Wasser sowie Sprudelwasser im Glas und in einer Flasche mit Schraubverschluss
  • Sprudelnde Dinge wie Limonade, Cola, Brausepulver, Brausetabletten, Badekugeln, Zahnspangenreiniger etc.

Die Kinder erkunden Sprudelwasser mit allen Sinnen, suchen sprudelnde Flüssigkeiten und Pulver in ihrem Alltag und ergründen, wie die Löcher in das Brot und den Käse kommen.

Alltagsbezug

Sprudelgas begegnet uns täglich in vielen Bereichen: Lösen wir eine Brausetablette in Wasser auf, entsteht dabei Sprudelgas. Brausepulver auf der Zunge kribbelt und knistert, die Badekugel schäumt, wenn wir sie ins Wasser werfen und beim Kuchenbacken sollte man das Backpulver nicht vergessen. Auch für die Reinigung von Zahnspangen und Gebissen gibt es Sprudeltabletten. Und hartnäckige Flecken in der Kleidung lassen sich mit Pulvern entfernen, die in Verbindung mit Wasser Sprudelgas bilden.

Es zischt und sprudelt!

Bereiten Sie jeweils ein Glas mit stillem Wasser und mit Sprudelwasser vor. Lassen Sie die Kinder die Gläser zunächst beobachten und miteinander vergleichen. Welche Unterschiede stellen die Kinder fest? Ermutigen Sie die Mädchen und Jungen, das Wasser mit allen Sinnen zu erkunden. Die aufsteigenden Blasen lassen sich nicht nur beobachten, sondern auch fühlen, beispielsweise, wenn man den Finger ins Glas steckt. Die Kinder können auch einen kleinen Schluck des Sprudelwassers in den Mund nehmen und vor dem Herunterschlucken das Prickeln auf der Zunge spüren. Wie fühlt sich dagegen das stille Wasser an? Und kann man anhand des Geruchs Sprudelund stilles Wasser unterscheiden? Sprudelwasser lässt sich außerdem hören. Wenn alle ganz still sind, kann man das leise Knistern wahrnehmen. Und öffnet man den Schraubverschluss einer Sprudelwasserflasche, dann zischt es laut.

Seht her

Sprudelgas lässt sich nicht nur beobachten, sondern auch hören, fühlen und schmecken. Riechen kann man es allerdings nicht.

Auf der Suche nach dem Sprudelgas

Sprudelgas findet sich nicht nur in Wasserflaschen. Was fällt den Kindern ein, wo es sich ebenfalls entdecken lässt? Sammeln Sie die Ideen, und tragen Sie Dinge zusammen, die sprudeln. Betrachten Sie gemeinsam Ihre Sammlung. Sprudelgas findet sich in vielen Varianten: in Getränken, aber auch in fester Form, wie Brausetabletten und Brausepulver, Badekugeln oder Reinigungstabletten, die erst in Kontakt mit Wasser sprudeln.

Seht her

Sprudelgas findet sich nicht nur in Getränken. Es lässt sich auch aus vielen Pulvern und Tabletten herstellen, wenn man sie mit Wasser mischt.

Sprudelgasblasen beobachten

Nehmen Sie gemeinsam mit den Kindern die Blasen im Sprudelwasser unter die Lupe! Verteilen Sie dafür mehrere gefüllte Gläser unter den Mädchen und Jungen. Wie sehen die Blasen aus, wenn
das Wasser gerade frisch aus der Flasche eingegossen wurde? Wohin bewegen sie sich? Und was passiert, nachdem einige Zeit vergangen ist?

Stellen Sie eines der Gläser auf die warme Heizung, und beobachten Sie gemeinsam, was sich verändert. Was geschieht, wenn man mit einem Löffel im Sprudelwasser rührt?

Seht her

Im frisch eingegossenen Sprudelwasser lassen sich viele Sprudelgasblasen beobachten. Je länger das Wasser offen im Glas steht, desto weniger Blasen steigen auf. Durch Wärme und Umrühren lassen sich zwar deutlich mehr Sprudelgasblasen auf einmal erzeugen, aber das Sprudelwasser wird auch schneller schal.

Sprudelgasblasen im Teig

Gemeinsam mit den Kindern werden zwei Brote gebacken. Verwenden Sie für beide Teige dieselbe Rezeptur und damit die gleichen Zutaten. Ein Brot wird nun mit, das zweite ohne Backpulver gebacken. Beim Vergleich der beiden Brote wird den Kindern auffallen, dass eines wie erwartet aussieht und schmeckt. Das zweite wird jedoch kleiner sein und festeren Teig haben. Dem Brot fehlen die Lufteinschlüsse, der Teig klebt zusammen und schmeckt auch nicht so gut. Nehmen Sie gemeinsam mit den Mädchen und Jungen das Backpulver unter die Lupe. Was passiert, wenn man das Pulver mit Wasser mischt?

Seht her

Aus Backpulver entsteht beim Backen Sprudelgas. Das Sprudelgas bewirkt, dass der Teig locker ist, im aufgegangenen Teig kann man die „erstarrten“ Blasen später gut sehen.

Kastenbrot-Rezept

  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1-2 TL Salz
  • 1/2 l Wasser
  • Sonstige Zutaten wie Haferflocken, Leinsamen, Sonnenblumenkerne etc. ganz nach
    eigenem Geschmack

Mehl, Backpulver, Salz und gegebenenfalls die Kerne oder Samen in einer Schüssel vermischen. Unter Rühren das Wasser zugeben und die Masse zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in eine gefettete und mit Mehl ausgestäubte Kastenform geben und im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 45 Minuten backen.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Die meisten sprudelnden Pulver oder Tabletten haben eines gemeinsam: Sie enthalten sowohl Natron als auch Zitronensäure. Beides sind Feststoffe, die man miteinander vermischen kann, ohne dass etwas passiert. Löst man beide zusammen in Wasser, beginnt es zu zischen und zu sprudeln. Eine chemische Reaktion findet statt, das heißt, die Bestandteile der Ausgangsstoffe Natron und Zitronensäure setzen sich zu neuen Stoffen mit neuen Eigenschaften zusammen. In diesem Fall entsteht aus den zwei gelösten Feststoffen unter anderem ein Gas – das Kohlenstoffdioxid (CO2). Das geschieht auch beim Backen mit Backpulver, das aus Natron und einem Säuerungsmittel besteht. Kommen beide Stoffe im Teig mit Flüssigkeiten wie Wasser oder Milch in Berührung, bildet sich das Sprudelgas Kohlenstoffdioxid und der Teig geht auf.

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