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Eine Frau fährt mit einem Fahrrad mit Anhänger über eine Straße

Unterwegs im Verkehr

Zwei Kinder beobachten aufmerksam die Straße

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Sie brauchen

  • Stift und Papier
  • ggf. vorbereiteter Wochenplan
  • ggf. Papier für ein Plakat und Buntstifte
  • ggf. Tablet-PC mit Diagrammgenerator

Welches Verkehrsmittel wird für welchen Weg gewählt? Welche Gründe lassen sich dafür finden? Erkunden Sie mit den Mädchen und Jungen den Straßenverkehr in ihrem Umfeld.

Alltagsbezug

Der Weg in die Kita oder in die Schule, zum Einkaufen, zu Oma oder in den Urlaub erfolgt oft mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln. Warum welches Verkehrsmittel gewählt wird, kann beispielsweise praktische, bequeme oder moralische Gründe haben – sie sind ganz individuell. Doch egal wie und womit wir unterwegs sind, kommt es vor, dass nicht genug Platz für alle auf der Straße vorhanden ist.

Darum geht's

Die Kinder ergründen Vorlieben und Bedürfnisse für unterschiedliche Verkehrsmittel sowie deren Vor- und Nachteile. Sie erkunden eine Kreuzung, beurteilen, ob die Verkehrswege sinnvoll sind, und finden eigene Lösungen für ihre Anforderungen an den Verkehr ihrer Region.

Einstimmung: Rad, Auto, Füße

Besprechen Sie mit den Mädchen und Jungen, wie sie heute in die Kita oder zur Schule gekommen sind. Wer ist mit dem Fahrrad, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Bus gekommen? Fertigen Sie hierzu zum Beispiel ein Plakat an, auf dem Sie vermerken, wie viele Kinder womit angereist sind. Aus welchen Gründen wurde wohl welches Fahrzeug gewählt? Müssen die Mädchen und Jungen weite Strecken zurücklegen? Sammeln sie noch andere Kinder mit dem Auto ein? Sind die Mädchen und Jungen schnell, warm, trocken oder mit vielen Menschen unterwegs? Welche Faktoren sind den Kindern wichtig? Lassen Sie die Mädchen und Jungen ein Verkehrstagebuch erstellen, in das sie beispielsweise eine Woche lang eintragen, womit sie wohin gefahren sind, und besprechen Sie anschließend, warum das jeweilige Fahrzeug ausgewählt wurde. Welche Möglichkeiten hätten die Kinder noch gehabt und was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verkehrsmittel?

Verkehrszählung

Sind die Straße und der Gehweg vor der Kita oder Schule eigentlich gut, so wie sie sind? Haben zum Beispiel die, die zu Fuß gehen, genügend Platz und kommen sich die Autos und Fahrräder nicht in die Quere? Veranstalten Sie mit den Mädchen und Jungen hierzu eine Verkehrszählung. Finden Sie heraus, welche und wie viele Verkehrsteilnehmende vorbeikommen und ob die Platzaufteilung angemessen ist. Welche Verkehrsteilnehmenden wollen die Kinder zählen und wie wollen sie sich organisieren bzw. aufteilen? Möchte jede oder jeder eine eigene Strichliste führen oder wird eine ausgewählte Person ernannt, die eine zentrale Liste führt und die Zurufe der anderen Kinder aufnimmt? Für die Auswertung hinterher wird alles auf einem Plakat festgehalten. Nutzen Sie auch den
Diagrammgenerator auf www.meine-forscherwelt.de/#diagramm. Welche Schlüsse ziehen die Mädchen und Jungen aus der Verkehrszählung? Hatten sie ein anderes Ergebnis erwartet? Würden sie nun an der Straße oder dem Gehweg etwas verändern, etwa einen breiteren Fahrradweg, einen Zebra- oder Grünstreifen anlegen?

Lernerfahrung:
Auf und an einer Straße fahren oder laufen unterschiedliche Verkehrsteilnehmende. Alle haben Bedürfnisse und brauchen Platz im Straßenverkehr. Nicht immer ist der Platz gerecht aufgeteilt.

Junge Verkehrsplaner

Was wäre, wenn die Kinder Verkehrsplanerinnen und -planer wären? Wie möchten sie am liebsten zur Kita oder Schule kommen – mit dem Fahrrad, einem Schiff, einem Helikopter oder mit dem Pferd? Wie müssten dafür eine Straße oder die Umgebung aussehen? Müsste es mehr Busse geben, brauchen Fahrräder mehr Stellplätze oder wo ist der Landeplatz für den Heißluftballon? Lassen Sie den Ideen der Mädchen und Jungen freien Lauf. Vielleicht wollen die Kinder ihre Vorschläge anschließend aufmalen und eine Ausstellung machen, in der sie ihre Einfälle erklären.

Lernerfahrung:
Es gibt viele unterschiedliche Verkehrsmittel. Das hat Auswirkungen auf die Verkehrsplanung der Umgebung.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Eine Erhebung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur von 2017 ergab, dass ca. 57 Prozent aller Wege in Deutschland mit einem Pkw oder Kraftrad, 22 Prozent zu Fuß, 11 Prozent mit dem Fahrrad und 10 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden. 4 Prozent aller deutschen Haushalte sind bei einem oder mehreren Carsharing-Anbietern Mitglied. Davon nutzen jedoch weniger als ein Drittel ein Carsharing-Fahrzeug öfter als einmal im Monat. Da sich Nutzungsverhalten ändern kann, werden solche Untersuchungen in regelmäßigen Abständen immer wieder durchgeführt und die Verkehrsinfrastruktur gegebenenfalls angepasst. Verkehrsforscher entwickeln dabei oft ganz neuartige Lösungen für beispielsweise Ampelschaltungen oder die Organisation selbstfahrender Fahrzeuge.

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