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Sieht man das Sprudelgas?

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Sie brauchen

  • Verschiedene weiße Pulver: Natron, Zitronensäurepulver, Backpulver, Brausepulver, Puderzucker, körniger Zucker, Salz,
  • Ggf. noch andere weiße Pulver (Mehl, Stärke etc. — und nur, wenn nicht probiert werden darf: Waschpulver)
  • Einfarbige dunkle Unterlage (schwarzer Karton, Backblech o. Ä.)
  • Lupen
  • Taschenlampen
  • Mehrere Gläser, TeelöffŠel und Pipetten
  • Wasser und zur Fortsetzung Zitronensaft (oder andere saure Flüssigkeiten wie Apfelsaft, Früchtetee etc.)

Frage an die Natur stellen

Sprudelgas findet sich nicht nur in Getränken. Es lässt sich auch aus vielen Pulvern und Tabletten herstellen, wenn man sie mit Wasser mischt. Wie kann man herausfinden, ob in den weißen Pulvern Sprudelgas steckt? Sieht man es ihnen vielleicht an?

Ideen und Vermutungen sammeln

Im Haushalt – beim Kochen oder Backen – verwenden wir eine ganze Reihe von Pulvern, die bei flüchtiger Betrachtung sehr ähnlich sind. Hat ein Kind beispielsweise schon einmal versehentlich Salz statt Zucker benutzt? Auch Mehl, Puderzucker und Backpulver lassen sich leicht verwechseln. Aber obwohl die weißen Pulver auf den ersten Blick fast gleich aussehen, können sie ganz unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Sammeln Sie mit den Kindern verschiedene weiße Pulver aus Küche und Haushalt. Streuen Sie mit den Kindern die Pulver auf eine dunkle Unterlage und betrachten Sie gemeinsam die Häufchen. An welchen Merkmalen kann man erkennen, was welches Pulver ist? In welchen Pulvern verbirgt sich Sprudelgas? Sieht man das den einzelnen Körnchen und Kristallen an?
Sammeln Sie die Vermutungen der Kinder und gehen Sie ihnen gemeinsam nach!

Ausprobieren und Versuch durchführen

Treffen Sie eine klare Regelung mit den Kindern, ob sie von den Pulvern ein klein wenig kosten dürfen oder nicht. Dann kann die Untersuchung der einzelnen Körnchen und Kristalle beginnen. Stellen Sie
dafür Lupen und Taschenlampen zur Verfügung. Lassen Sie die Mädchen und Jungen die verschiedenen Pulver zunächst genau hinsichtlich ihrer Merkmale wie Größe, Form, Geschmack und Farbe untersuchen.

Nachdem die Kinder alles genau betrachtet und beschrieben haben, können sie auch die versteckteren Eigenschaften der Pulver untersuchen. Dazu geben sie die Pulver in verschiedene Gläschen und fügen Wasser hinzu. Wie echte Forscher gehen die Mädchen und Jungen dabei besonders sorgfältig vor: Damit sie später noch wissen, welches der Pulver in welchem Glas gelöst wurde, sollten sie die Gläser und Pulver genau kennzeichnen. Von allen Pulvern sollten sie die gleiche Menge verwenden und die Löffel unter den Pulvern nicht tauschen.

Im dritten Schritt können nun jeweils zwei Pulver mit Wasser gemischt werden. Verändert sich etwas? Sprudeln jetzt auch Pulver, die es vorher nicht getan haben?

Beobachten und beschreiben

Lassen Sie die Kinder die verschiedenen Pulver beim Untersuchen genau beschreiben: Wie groß sind die Körnchen? Bei welchem Pulver sind sie am größten? Welche Form haben sie? Gibt es runde oder auch solche, die wie ein Würfel aussehen? Welche Farbe haben die Pulver bei genauer Betrachtung? Sind sie hellweiß oder eher milchig? Wie sehen die Körnchen und Kristalle aus, wenn man sie mit der Taschenlampe anstrahlt? Wie fühlen sie sich an? Machen sie ein Geräusch, wenn man sie zwischen den Fingern reibt oder mit einem Löff–el zerdrückt? Wie schmecken sie?

Beim Auflösen der Pulver in Wasser können die Kinder beobachten, welche Körnchen sich gut lösen. Welche Pulver müssen verrührt werden, welche lösen sich gar nicht auf? In welchen der Gläser bildet sich Sprudelgas? Ist das Sprudelgas auch hörbar, wenn man das Ohr ganz dicht ans Glas hält? Gibt es Pulver, die besonders laut sprudeln? Welche sprudeln leise, welche gar nicht? Kann man das Sprudelgas auch riechen? Kann man es spüren, wenn man die Hand über die Flüssigkeit hält?

Ergebnisse dokumentieren

Die Kinder können ihre Forschungsergebnisse in einem „Versuchsprotokoll“ (z. B. in Form einer Tabelle) festhalten. Die Pulver werden darin untereinander aufgelistet oder ihre Verpackungen aufgeklebt. Daneben können in mehreren Spalten verschiedene Eigenschaften des jeweiligen Pulvers eingetragen werden. Welche Form, Farbe oder Größe haben die Pulverteilchen? Haben sie sich im Wasser aufgelöst? War das Wasser klar oder hat sich beim Mischen eine milchig trübe Flüssigkeit gebildet? Welche Mischung sprudelte? Und wie stark war das Sprudeln? Die Eigenschaften der Pulver können die Kinder mittels kleiner Zeichnungen oder Symbole verdeutlichen. Ergänzend können Sie verschiedene Kommentare der Kinder notieren oder sie etwas dazu malen oder schreiben lassen.

Ergebnisse erörtern

Betrachten Sie miteinander das „Versuchsprotokoll“. Können die Kinder Gemeinsamkeiten bei den Pulvern erkennen, die gesprudelt haben? Und was haben möglicherweise all die Körnchen und Kristalle gemeinsam, bei denen sich kein Sprudelgas beobachten ließ? Bei welchen der Pulver entstand Sprudelgas, wenn sie zusammen ins Wasser gegeben wurden?

Die Kinder können den Versuch erweitern, indem sie an Stelle des Wassers eine saure Flüssigkeit, wie z. B. Zitronensaft, zu den Pulvern geben. Wo bildet sich nun das Sprudelgas? Sprudeln jetzt auch andere Pulver? Gibt es Unterschiede in der Intensität des Sprudelns zwischen Wasser und Zitronensaft?

Ziehen Sie gemeinsam ein Resümee: Welches ist das beste Rezept, um möglichst viel Sprudelgas zu erzeugen? Dieses sollte besonders festgehalten werden, weil es sich bei weiteren Sprudelgas-Versuchen noch gut verwenden lässt!

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