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Kinder malen mit Wasserfarben

Welche Farbe ist das?

Tuschekasten mit vielen Farben

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Farbmischungen und deren neue Bezeichnungen

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Sie brauchen

  • Alte Kleidung oder Schürzen
  • Tuschkasten, Pinsel
  • (Reagenz-)gläser: Planen Sie für jedes Kind wenn möglich mehrere Gläser ein.
  • Pipetten
  • ggf. weißes Papier und Stifte
  • Eierkartons

Rot und Gelb gleich "Relb"? Zugegeben, wenn wir die beiden Farben miteinander mischen, wird Orange daraus. Aber wenn wir schon künstlerisch-kreativ sind und Farben mischen, warum dann nicht auch sprachlich-kreativ werden und den Farben neue Namen geben?

Alltagsbezug

Viele Kinder auf der ganzen Welt malen gerne und experimentieren selbstständig mit Farben. Für die meisten Kinder sind Farben allgegenwärtig und helfen dabei, Dinge zu unterscheiden. Farben benennen zu können ist daher eine wertvolle sprachliche Grundlage, auf der weiterer Wortschatz aufgebaut werden kann. Über die bunten Farben entsteht Sprechfreude, ein wichtiger Motor der Sprachentwicklung. Doch was ist eigentlich Rot, was Rosa? Wie unterscheide ich helles und dunkles Rot? Gibt es in anderen Kulturen andere Unterscheidungen innerhalb einer Farbfamilie? Manche Farben haben eine Bedeutung, aber ist diese in allen Ländern gleich? Beim gemeinsamen Forschen und Experimentieren und im Austausch miteinander können die Kinder ihre sprachliche und interkulturelle Kompetenz weiter entwickeln.

Der Versuch beginnt

Stellen Sie Tuschkasten, Pinsel, Pipetten und Gläser auf einen großen Tisch und befüllen Sie einige der Gläser mit Wasser. Jedes Kind nimmt sich ein Glas, das mit Wasser gefüllt ist, und färbt das Wasser mit seiner Lieblingsfarbe aus dem Tuschkasten.
Wie heißen die Farben? Kennen die Kinder – neben dem deutschen Wort – vielleicht auch die Farbnamen in anderen Sprachen? Klingen die Wörter ähnlich oder ganz verschieden?
Jetzt stellen die Kinder Vermutungen an: Was wird passieren, wenn sie unterschiedliche Farbwasser miteinander vermischen? Nun können sie loslegen und ausprobieren, was passiert. Die Kinder können sich dabei in kleinen Gruppen zusammentun und am Tisch weitere Farben aus ihren Lieblingsfarben mischen. Dazu geben sie in die noch leeren Gläser immer einige Tropfen zweier Farben; um das Mischungsverhältnis genauer abzuschätzen, können Pipetten genutzt werden. Wie viele verschiedene Farben können sie herstellen? Gelingt es ihnen, auch unterschiedliche Farbtöne einer Farbe herzustellen, zum Beispiel mehrere Grüntöne von hell bis dunkel?

So geht es weiter

Die Kinder besprechen gemeinsam, wie sie vorgegangen sind und welche Farben entstanden sind. Gibt es Farben, die besonders gut gelungen sind? Sind neue Lieblingsfarben entstanden? Was haben die Kinder beobachtet, als sie die Farben gemischt haben und was ist mit dem Wasser passiert, je mehr Farben sie hineingemischt haben?
Ihre Ergebnisse dokumentieren die Jungen und Mädchen, indem sie mit den neu gemischten Farben je eine Vertiefung in einem Eierkarton ausmalen. So entstehen Eierkartons, die innen ganz bunt bemalt sind … oder malen die Kinder die Vertiefungen doch farblich abgestuft oder in einem wiederkehrenden Muster an?
Jetzt gilt es, die neuen Farben zu benennen. Aber nicht (nur) auf Deutsch oder in anderen Sprachen. Für die Mischungen dürfen sich die Kinder eigene Namen ausdenken. Wird so aus Gelb und Blau "Geblau" oder doch "Blelb"? Vielleicht finden die Kinder aber auch ganz neue Bezeichnungen oder es gibt unterschiedliche Vorschläge für ein und dieselbe Farbe. Damit keine Idee verloren geht, können die neuen Namen an der Tafel oder auf Papier festgehalten werden.

Ideen zur Fortsetzung

Sobald die Farben in den Eierkartons getrocknet sind, können die Kinder auf "Sammelreise" gehen: Sie können sich auf die Suche machen nach Dingen, die die gleiche oder eine ähnliche Farbe haben, wie die Farbe in den Vertiefungen. Gesucht und gesammelt werden kann überall, ob im Klassenraum oder in der Natur. Noch kniffliger wird es, wenn die Kinder Objekte zu einem bestimmten Thema sammeln oder nur Dinge, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen.

Hintergrund: Licht, Farben, Sehen

Alltagsintegrierte Sprachförderung knüpft an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder an. Beim gemeinsamen Entdecken und Forschen mit Farben ergeben sich Sprachanlässe für alle Kinder in der Gruppe, denn Farben sind allgegenwärtig und begegnen den Kindern immer wieder. Farben bieten viele Anknüpfungspunkte an die Lebenswelt der Kinder, wie zum Beispiel die Lieblingsfarben, die gleich zu Beginn der Forscheridee Thema sein können. Farben bieten außerdem tolle Möglichkeiten zum interkulturellen Austausch. Über Farben können die Kinder miteinander ins Gespräch kommen; denn über persönliche Anknüpfungspunkte entsteht Sprechfreude – der wichtigste Motor der Sprachentwicklung.

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