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© Jan Matoska / Stiftung Haus der kleinen Forscher

Zugluftdetektive

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Sie brauchen

  • Scheren
  • Stifte
  • Kleber
  • Papierstreifen
  • Holzstäbe
  • Bindfäden
  • Vogelfedern
  • Wattebäuschchen
  • ggf. Material für Schilder und zum Abdichten

Machen Sie zusammen Luftstöße im Raum bzw. Gebäude sichtbar und erfinden Sie Methoden zur Vermeidung von unerwünschtem Luftzug.

Alltagsbezug

„Mach die Tür zu, es zieht!“ Zugluft empfinden wir meistens als unangenehm. Die Luftstöße lassen uns vor allem an kälteren Tagen frösteln. Zu viel Zugluft in einem Gebäude ist ungesund und erhöht außerdem den Energieverbrauch.

Der Versuch beginnt

Falls die Tür an einem kalten Tag zu lange offen stand, nutzen Sie die Situation, um mit den Kindern die unsichtbare Zugluft zu erforschen. Die Kinder werden zu Zugluftdetektiven und sollen zunächst erfühlen, wo es kühl in den Raum hineinzieht. Hierbei kann eine angefeuchtete Hand bzw. Finger helfen. Lassen Sie die Kinder im nächsten Schritt überlegen, wie sie die Zugluft sichtbar machen könnten und probieren Sie gemeinsam verschiedene Möglichkeiten aus. Man könnte z.B. ein Teelicht als Zugluftdetektor einsetzen – Achtung im Umgang mit Feuer! – oder leichte Mobiles mit Federn oder Wattebäuschchen, Papierspiralen oder Papierstreifen, die an die Orte gehängt werden, an denen es häufig zieht. Ideen hierzu finden Sie auch im Experiment „Bewegte Luft“. Die leichten Gegenstände werden sich mit der Zugluft bewegen und dafür sorgen, dass die Kinder die Luftstöße nicht nur fühlen, sondern auch sehen können. Was zeigt die Zugluft am besten an?

So geht es weiter

Besprechen Sie nun, wo es „gezogen“ hat. Vielleicht gibt es überraschende Stellen. Haben die Mädchen und Jungen Ideen, wie sich Zugluft und damit Wärmeverlust im Raum bzw. Haus vermeiden lässt, z.B. mit Schildern oder anderen kreativen Erinnerungshilfen zum Schließen der Tür, mit einem Vorhang oder einem Türschließer an der Tür, einer Abdichtung des Fensterspaltes usw. Vielleicht hat ja der Hausmeister noch einen Rat und kann den Kindern helfen. Probieren Sie gemeinsam mit dem Zugluftdetektor aus, welche Methoden bei der Zugluftvermeidung helfen.

Der Hintergrund

Zugluft entsteht, wenn sich Luftmassen unterschiedlicher Temperatur ausgleichen. Wenn es draußen z.B. kälter ist als in einem Gebäude, strömt die Luft durch Öffnungen wie Fenster oder Türen. Das kann auch innerhalb eines Gebäudes oder Raumes geschehen, wenn Gebäudebereiche oder Stellen innerhalb eines Raumes unterschiedlich warm sind, z.B. Luft in der Nähe von Fensterflächen.
Wenn sich Luft bewegt, nimmt sie Wärme mit, beispielsweise unsere Körperwärme oder Heizenergie. Deswegen wird Zugluft als kalt bzw. kühlend empfunden.
Die Zugluft ist vom baulichen Zustand eines Gebäudes abhängig und kann verschiedene Wege nehmen. Oft bieten Haustüren, die ständig in Benutzung sind, Spalten für den Luftzug. Mit der Zeit verstellen sich die Scharniere und Dichtungen werden porös. Das gilt auch für Fensterrahmen, -bänke oder Türschwellen. Aber durch Leitungs- und Kabelschächte kann es ziehen. Hier sind Fachleute gefragt, den Schaden zu beheben.
Wenn unerwünschte Zugluft verhindert werden kann, spart das eine Menge Energie und Kosten. Der höchste Energieverbrauch in Haushalten und Gebäuden wie Bildungseinrichtungen liegt nun mal bei der Heizenergie. Hier kann am besten gespart werden, und zwar so, dass niemand frieren muss.

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