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Drei Mädchen bereiten ein Paket vor

Das Postsystem erkunden

Ein Mädchen wirft einen Brief in einen Briefkasten

Das Postsystem erkunden

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Sie brauchen

  • gemeinsam vorbereitetes Päckchen oder Brief
  • Postkarten, Weltkarte, Pinnadeln
  • Kisten oder Schachteln
  • Stifte, Papier, Plastikhülle, Klebestreifen

Jedes Kind kennt die Briefträgerinnen und Briefträger. Entdecken Sie mit den Mädchen und Jungen, wie das Postsystem funktioniert und erkunden Sie den Weg, den ein Brief bis zum Empfänger zurücklegen muss.

Alltagsbezug

Von zu Hause kennen die Mädchen und Jungen, dass Postkarten und Briefe im Briefkasten liegen oder der Paketdienst an der Tür klingelt und etwas abliefert. Und bestimmt haben sie schon einmal eine Postkarte aus dem Urlaub verschickt. Vielleicht haben sie auch schon mal eine Sendung zur Post gebracht und eine Briefmarke gekauft. Briefträgerinnen und Briefträger, die auf gelben Fahrrädern fahren, und gelbe Briefkästen kennen sie ebenfalls.

Darum geht's

Die Mädchen und Jungen verschicken ein Päckchen und erkunden die Sinnhaftigkeit und Funktionsweise von Adressen und des Postsystems. Sie erkunden mögliche Postwege sowie die Zeit, die eine Postkarte vom Einwurf bis zum Empfänger benötigt und bauen ihr eigenes Postsystem nach.

Einstimmung: Ein Paket von Hier nach Da

Versenden Sie gemeinsam mit den Mädchen und Jungen einen Brief oder ein Päckchen an eine Partnereinrichtung, an eine ausgewählte Person (jeweils mit der Bitte um Antwort) oder an Ihre eigene Einrichtung. Entscheiden Sie zusammen, was verschickt werden soll, zum Beispiel ein gemaltes Bild. Nun geht es darum, das Adressfeld richtig zu beschriften. Was muss auf dem Brief stehen, damit der Postbote ihn zum richtigen Empfänger bringt? Schlagen Sie vor, einen alten Brief zu untersuchen: Woraus wird die Empfänger-Adresse zusammengesetzt: Name, Straße, Hausnummer, Stadt? Um die Mädchen und Jungen die eigene Adresse ihrer Einrichtung herausfinden zu lassen, gehen Sie mit ihnen vor die Tür und schauen nach, welche Hausnummer sie hat und wo sich das Schild befindet, auf dem der Straßenname steht. Besprechen Sie noch, dass für gewöhnlich eine Absender-Adresse mit angegeben wird. Anschließend darf ein Kind eine Briefmarke auf die Sendung kleben. Wozu wird die wohl gebraucht und könnte man auch Geld auf den Briefumschlag kleben? Gemeinsam wird die Sendung im nächsten Briefkasten eingeworfen. Noch spannender wird es für die Mädchen und Jungen, wenn Sie den Brief zusammen in die nächste Postfiliale bringen und abgeben. Wenn möglich, vereinbaren Sie vorher mit Ihrer Postfiliale, dass eine Angestellte oder ein Angestellter Ihnen die Abläufe und die Filiale ein wenig vorstellt.

Um die Welt geschickt

Welches der Kinder hat schon mal eine Postkarte erhalten? Wer hat schon eine verschickt? Zu welchen Gelegenheiten schreibt man überhaupt eine Postkarte? Geben Sie den Mädchen und Jungen über die Ferien den Auftrag, eine Postkarte an die eigene Kita, den Hort oder die Grundschule zu schicken. Wer nicht in den Urlaub fährt, kann gerne eine aus dem Schwimmbad oder von zu Hause senden. Wenn die Kinder das Datum auf die Karte schreiben, können sie hinterher bestimmen, wie lange die Postkarte unterwegs war. Nach den Ferien werden alle Postkarten an einer Pinnwand gesammelt. Auf einer Europa- oder Weltkarte markiert jedes Kind mit einer Pinnadel, von wo „ihre“ oder „seine“ Postkarte verschickt wurde. Welche Wege und Transportmittel könnte die Karte genommen haben? Dauert es aus Frankreich länger als aus Schweden? Und wie sehen die Briefkästen eigentlich in den verschiedenen Ländern aus?

Lernerfahrung:
Postkarten können von fast überall auf der Welt verschickt werden. Sie brauchen unterschiedlich lange für ihren Weg.

Ein eigenes Postsystem

Planen und Gestalten Sie ein eigenes Postsystem. Was brauchen die Kinder dafür, außer einem Postboten? Wie viele Briefkästen sind nötig und wo sollen diese stehen? Wie sollen sie gestaltet und beschriftet sein? Vielleicht mit einem Briefschlitz und einer Klappe zum Leeren? Soll eine Anzeige darauf, zu welchen Zeiten der Briefkasten geleert wird? Gibt es auch einen Briefkasten für die Erwachsenen? Wie sollten die Briefe beschriftet sein, damit sie beim richtigen Empfänger ankommen? Wer sortiert die Briefe und wer trägt sie aus? Hat das Postsystem alles, was es braucht, dann werden Briefe geschrieben oder gemalt. Besprechen Sie mit den Mädchen und Jungen, welche Absender- und Empfänger-Angaben wichtig sind, und entscheiden Sie zusammen, ob Briefmarken und Poststempel notwendig sind.

Lernerfahrung:
Das Postsystem ist komplex und beinhaltet viele unterschiedliche Prozesse. Damit eine Sendung bei der richtigen Person ankommt, ist es wichtig, gewisse Regeln einzuhalten und genaue Angaben zu machen.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Die Geschichte der Nachrichtenübermittlung beginnt bereits in der Urzeit mit Rauchzeichen. Später wurden Tauben, Trommeln, Spiegel und Boten zur Übermittlung von Nachrichten oder Alarmsignalen eingesetzt. Der Begriff der Post tauchte im 16. Jahrhundert in Deutschland auf. Ausschließlich die Postreiter und später die Postillone der Postkutschen durften das Posthorn blasen. An den Poststationen wurden die Pferde der Postkutschen gewechselt. Mitte des 19. Jahrhunderts konnte man Telegramme schicken, die elektrisch übermittelt wurden. Trotzdem blieb der Brief noch lange Zeit eine einfache und beliebte Form der Nachrichtenübermittlung. Heutzutage wird das Briefe schreiben als Kommunikationsmittel oftmals durch E-Mails oder Social Media Angebote wie Facebook und WhatsApp ersetzt.

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