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Praxisprojekt "Eisige Zeiten"
Eisberge - Giganten aus Eis

Eisberge sind schwimmende Berge aus gefrorenem Wasser. Mal klein, mal riesig groß, flach, spitz oder ausgehöhlt treiben sie in den polaren Meeren der Nord- und Südhalbkugel umher. Die mächtigen Eismassen schwimmen im Wasser, weil gefrorenes Wasser eine geringere Dichte besitzt und damit leichter als flüssiges Wasser ist. Allerdings schaut immer nur die Spitze des Eisbergs aus dem Wasser. Der größte Teil des Eises befindet sich unterhalb der Meeresoberfläche und kann vor allem Seefahrern sehr gefährlich werden. Sie müssen aufpassen, dass sie nicht mit Ausläufern zusammenstoßen. Das bekannteste Schiffsunglück der Welt, der Untergang der Titanic im Jahr 1912, ereignete sich, weil das Schiff einen Eisberg rammte.

Eisberge auf Wanderschaft

Eisberg
Ein Eisberg schwimmt im Wasser © Nasa

Obwohl Eisberge in Salzwasser treiben, bestehen sie ausschließlich aus Süßwasser, denn sie bilden sich an Land. Große Teile der Landflächen in den Polargebieten der Arktis im Norden sowie Antarktis auf der südlichen Erdhalbkugel sind von Gletschern bedeckt, die sich ständig bewegen. Wenn sie sich Richtung Meer schieben, brechen an den Küsten mitunter gigantische Eismassen ab und fallen in das Polarmeer. Wenn Eisberge aus den Gletschern brechen, sagt man auch “der Gletscher kalbt“. Dann gehen die Eisberge mit den Meeresströmungen auf Wanderschaft. Je nachdem, wohin es sie treibt, können sie viele Jahre unterwegs sein, bis sie in wärmere Gewässer wie zum Beispiel dem Golfstrom gelangen und dort langsam schmelzen.

Rund um Nord- und Südpol

Schon kleinste Erschütterungen können dazu führen, dass Eisberge auseinanderbrechen. Aus diesem Grund sind die Einwohner der Arktis, die Inuit (Eskimos), immer ganz still, wenn sie einen Eisberg umschiffen. Neben den etwa zwei Millionen Ureinwohnern wird die Arktis auch von Tieren wie Eisbären, Walen oder Walrossen bevölkert.

Ganz anders sieht die Tierwelt in der Antarktis, dem „weißen Kontinent“ am Südpol aus: Hier tummeln sich Robben, Pinguine, See-Elefanten und riesige Kolonien von Vögeln. Menschen verirren sich nur selten in den unwirtlichen Süden. Es gibt keine Ureinwohner und die wenigen Menschen, die hier für einige Zeit überwintern, sind Forscherinnen und Forscher, die in der eisigen Region Untersuchungen durchführen.

Der Klimawandel bedroht die Polargebiete

Doch nicht nur warme Meeresströmungen bringen das Eis zum Schmelzen. Die Temperaturen auf der Erde steigen seit vielen Jahren an, unter anderem weil die Menschen viel Öl und Gas verbrauchen und auf diese Weise zu große Mengen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid produzieren. Die Natur reagiert darauf mit der Veränderung des Klimas: Es wird wärmer auf der Erde. Die Polarregionen sind durch den Klimawandel extrem bedroht. Am Nord- und Südpol schmelzen die Gletscher stark ab und immer mehr Eisflächen verschwinden. Für Tiere und Menschen dort hat das gefährliche Folgen. Die Inuits brauchen das Meereis zum Jagen. Weil das Eis immer schneller und früher schmilzt, wird die Eisschicht gefährlich dünn und ihre Jagdsaison verkürzt sich. Auch Tiere wie Pinguine oder Eisbären verlieren ihre Heimat.

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