Direkt zur Hauptnavigation, zur Unternavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

Forschertipp aus dem Kindergarten

Stabheuschrecken für die Kita

Wie leben Stabheuschrecken? © Kita Wolpiwichtel Wolpertshausen
Wie leben Stabheuschrecken? © Kita Wolpiwichtel Wolpertshausen

Steckbrief der zertifizierten Kita Wolpiwichtel

Der Gemeindekindergarten Wolpiwichtel, Wolpertshausen (Baden-Württemberg), ist als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert und macht seit 2010 beim „Haus der kleinen Forscher“ mit. Die Einrichtung betreut derzeit 95 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren.

Worum ging es beim Projekt?

Angefangen hat alles mit einem Besuch in einer anderen Kita, wo wir zum ersten Mal Stabheuschrecken gesehen haben. Wir waren von den Tierchen so fasziniert, dass wir entschieden, sie auch bei uns zu halten. Bei unserem Projekt ging es darum, das Heuschrecken-Terrarium gemeinsam zu gestalten.

Was haben Sie benötigt und wie lange haben Sie geforscht?

Wir haben die Idee in großer Runde mit allen Kindern besprochen. Alle, die Interesse hatten, durften mitmachen. So entstand eine Projektgruppe aus acht Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Das Projekt dauerte rund zwei Monate.

In der Gruppe überlegten wir, was wir für das Projekt brauchen. Von den Kindern kamen folgende Ideen: ein Terrarium, Informationen über die Tiere aus Büchern, dem Internet oder von Fachleuten – und natürlich Stabheuschrecken.

Was haben Sie herausgefunden?

Wir haben uns vorab Gedanken gemacht, was Lebewesen alles brauchen (Nahrung, Trinken, Umgebung, Temperatur,…) und viele Informationen über Stabheuschrecken zusammengetragen.

Während des Projekts entdeckten die Kinder, dass Stabheuschrecken sich häuten wie Schlangen und die Haut anschließend auffressen und dass sie, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben, sehr viele Eier legen, aus denen ihre Babys schlüpfen.

Die Kinder konnten beobachten, dass die Stabheuschrecken keinen Efeu fraßen, obwohl er in der Literatur als geeignetes Futter genannt wurde. So entstand die Frage: „Warum fressen unsere Heuschrecken keinen Efeu?“ Wir stellten Vermutungen an und fanden heraus, dass unser Efeu hier giftig ist. Daraus entstand die neue Frage: „Woher wissen die Tiere, dass dieser Efeu nichts für sie ist?“ Die Kinder vermuteten, dass Tiere durch ihren Instinkt oder den Geruch und das Aussehen von Pflanzen wissen, dass diese für sie giftig sind.

Was hat gut oder auch nicht so gut geklappt?

Beim Forschen wollten wir auch die Wertorientierung und die Selbstwirksamkeit der Mädchen und Jungen fördern. Während des Projekts planten sie gemeinsam, trafen Absprachen und sorgten dafür, dass alle gleichberechtigt mitmachen konnten. Durch den Kontakt mit den Tieren bauten die Kinder schnell Vorurteile gegenüber fremden Lebewesen ab, beschäftigten sich mit artgerechter Tierhaltung und übernahmen Verantwortung.

Haus der kleinen Forscher auf Facebook Haus der kleinen Forscher auf Twitter Haus der kleinen Forscher auf Youtube