Direkt zur Hauptnavigation, zur Unternavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

Was lebt bei uns im Dorfbach?

Die Kinder lernten Tierarten zu unterscheiden und die Wasserqualität zu bestimmen. ©Jeremy Daniel/iStock by Getty images
© Jeremy Daniel/iStock by Getty images
Die Kinder lernten Tierarten zu unterscheiden und die Wasserqualität zu bestimmen.

Steckbrief des Schulhorts der Wilhelm-Tempel-Grundschule

Der Schulhort der Wilhelm-Tempel-Grundschule in Kottmar (Sachsen) wurde im Mai 2013 als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert und macht seit 2011 beim „Haus der kleinen Forscher“ mit. Die Einrichtung betreut 100 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren.

Worum ging es beim Projekt?

Vor allem im Sommer spielten die Hortkinder gern am Bach, der an der Schule entlangfließt. Sie bauten Wehre, sammelten Müll aus dem Wasser und entdeckten allerhand Getier: Frösche, Käfer, Larven, kleine Krebse und einiges mehr. Vor einigen Jahren wollten einige Mädchen und Jungen mehr wissen. Sie nahmen Lupen und Schüsseln mit, um die Tiere näher zu untersuchen. Doch was für Tiere lebten eigentlich im Bach? Mit Unterstützung eines Landschaftspflegeverbands gelang es uns, die Tierarten und die Wasserqualität zu bestimmen. Die Hortkinder entschieden sich, das Gewässer langfristig zu beobachten und seine Entwicklung als Bachpaten zu protokollieren.

Was haben Sie benötigt und wie lange haben Sie geforscht?

Die Kinder hatten Gummistiefel an und brachten Kescher, Lupen, viele Schüsseln zum Sortieren der Tiere und Gläser für die Entnahme von Wasserproben zum Bach. Weiterhin haben wir Protokolllisten entworfen und benötigten eine Kamera für die Fotodokumentation. Seit 2011 wiederholen wir unsere Wasseruntersuchungen nun jährlich, diskutieren die Ergebnisse und stellen Vergleiche an. Es beteiligen sich immer etwa 20 Mädchen und Jungen an den Aktivitäten.

Was haben Sie herausgefunden?

An ausgewählten Stellen untersuchen wir das Gewässer und entnehmen Proben. Die Kinder protokollieren das Wetter, messen die Luft- sowie die Wassertemperatur und auch die aktuelle Windstärke. Dann werden die Wasserproben genauer betrachtet: Wie ist das Wasser gefärbt? Ist es getrübt oder bildet sich Schaum? Wie riecht das Wasser? Sind Verunreinigungen erkennbar? Die Mädchen und Jungen schreiben alle Beobachtungen genau auf.

Dann keschern die Hortkinder alle für sie interessanten Lebewesen und sortieren sie in Schüsseln, damit wir sie anschauen, beobachten und erfassen können. Gemeinsam mit den Expertinnen und Experten des Landschaftspflegeverbands bestimmen wir die Arten, zählen ihr Vorkommen und tragen die Werte in vorbereitete Listen ein.

Die Ergebnisse vergleichen wir mit den letzten Jahren und diskutieren, ob sich die Wasserqualität verändert hat. Dabei überlegen wir auch, was wir selbst tun können, um die Wasserqualität nachhaltig zu verbessern, beispielsweise Müll, den andere in den Bach geworfen haben, einzusammeln und zu entsorgen. Durch die langfristige Beobachtung unseres Dorfbachs wird den Kindern bewusst, dass auch sie Verantwortung für unsere Umwelt tragen können. Wir möchten die Aktivität daher noch erweitern und die Veränderungen des Bachs zukünftig auch im Wechsel der Jahreszeiten erforschen.

Was hat den Kinder besonders gut gefallen?

Richtig gut gefallen hat den Kindern das Sammeln der Organismen. Die Mädchen und Jungen waren mit Feuereifer dabei und verließen das Wasser auch nach einer zweistündigen Sammelaktion nur unter größtem Protest.

Zentrale Aspekte der MINT-Bildung

Erklären

Den Mädchen und Jungen ist der Bach als Spielort bereits sehr vertraut und aus ihren gesammelten Erfahrungen heraus formulieren sie konkrete Forschungsfragen zum "Lebensraum Bach".

Machen

Die Kinder besorgen sich die nötige Ausstattung, um Art und Anzahl der Lebewesen im Bach genauer untersuchen zu können sowie um die Wasserqualität und weitere Umweltfaktoren wie zb. die Windstärke zu bestimmen.

Zeigen

Die Mädchen und Jungen präsentieren die gefundenen Arten, damit alle an der lassifizierung teilnehmen können. Ihre Messungen und Beobachtungen zur Wasserqualität halten sie schriftlich fest und können anhand ihrer Protokolle Aussagen über die zeitliche Entwicklung am und im Lebensraum Bach machen.

Suchen

Für ihr Vorhaben steht den Kindern der Landschaftspflegeverband als "Experte" zur Seite, hier besorgen sich die Mädchen und Jungen das Wissen, das sie für ihr Projekt benötigen.

Haus der kleinen Forscher auf Facebook Haus der kleinen Forscher auf Twitter Haus der kleinen Forscher auf Youtube