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Nordrhein-Westfalen

"Haus der kleinen Forscher" im Kreis Heinsberg: 10 Jahre und ein halbes

100 Fortbildungen, 15 Themen, 1000 Teilnehmende und 20 Zertifizierungen: 10 Jahre und ein halbes besteht das "Haus der kleinen Forscher im Kreis Heinsberg" nun schon. Grund genug, um Zahlen zu sammeln, Forschertische auszupacken und endlich einmal wieder gemeinsam spannende Forschungsfragen zu erörtern.

© Regionales Bildungsbüro im Kreis Heinsberg
Eine Urkunde gab es für alle, die das Netzwerk im Kreis Heinsberg zu dem machen, was es ist.

Das halbe zusätzliche Jahr war der Pandemie geschuldet: "Wir haben am 19. November 2011 unsere Auftaktveranstaltung gefeiert, aber uns war früh klar, dass wir im Herbst keine Präsenz-Veranstaltung durchführen können, also haben wir noch ein wenig abgewartet", sagt Annette Sielschott, pädagogische Leiterin des Regionalen Bildungsbüros im Kreis Heinsberg. Das Warten hat sich gelohnt: Pädagoginnen und Pädagogen aus acht Kitas sowie das sowie das Trainerinnen-Trainer-Team präsentierten Forschungsarbeiten und -ideen an den Tischen im Bildungshaus in Heinsberg und luden die großen und kleinen Gäste zum Mitmachen ein. Darunter "Forschen mit Wasser", "Luft hat Kraft", "Visuelle Wahrnehmung" sowie "Informatik mit und ohne Computer". Aber auch das aktuelle Thema zum "Tag der kleinen Forscher" wurde aufgegriffen: Boden. Und eine Kita hatte im vergangenen Jahr mit den Kindern sogar zum Thema "Corona" geforscht. "Und sich damit auch zertifiziert ", sagte Annette Sielschott: "Schließlich hatten die Kinder dazu ganz viele Fragen." Warum müssen wir uns dauernd die Hände waschen? Was ist ein Virus? Was sind Bakterien? "So konnten die Pädagogen und Pädagoginnen immer wieder anknüpfen und die Ideen und Fragen aufgreifen – auch nach Schließzeiten", so Annette Sielschott.

Ein schöner Anlass, um "Danke" zu sagen

© Regionales Bildungsbüro im Kreis Heinsberg
Mit Hilfe von Pfeffer und Spülmittel veranschaulichten die Pädagoginnen und Pädagogen, warum Händewaschen so sinnvoll ist.

Neben dem gemeinsamen Forschen war das persönliche Treffen ein guter Anlass für Annette Sielschott, um Danke zu sagen: Den anwesenden Kitas, die nicht nur seit über Jahren mit den Kindern in ihren Einrichtungen forschen, sondern sich auch noch die Zeit genommen haben, die Feier mitzugestalten, dem Trainerinnen- und Trainer-Team, "für seine beständige Erweiterung der Qualifikationen, durch ein unermüdliches Engagement, durch eine tolle Zusammenarbeit, Flexibilität und Kreativität. Vielen Dank dafür." Das dritte große Dankeschön ging in Richtung der VHS Kreis Heinsberg als kompetenter Kooperationspartner beim Ausrichten der Workshops und des Kreiswasserwerks für die finanzielle Unterstützung. "Wir haben immer viel Rückenwind durch Sie bekommen, das war extrem wichtig und hilfreich. Danke für das Engagement für gute frühe MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung auf so vielen Ebenen."

Landrat Stephan Pusch übergab neben den Dankesurkunden auch die Plaketten zur Zertifizierung als "Haus der kleinen Forscher" an zwei aktuell zertifizierte Einrichtungen. Darunter auch die katholische Kindertagesstätte St. Gertrud Tüddern, die laut Aussage des Katasteramts und Recherche von Annette Sielschott die westlichste zertifizierte Kita Deutschlands ist. Der Vorschlag vom Landrat: "Wir sollten mal die westlichste, nördlichste, östlichste und südlichste zertifizierte Kita zusammen bringen." Spannend wäre es allemal zu  schauen, was für Forschungsideen da zusammen kommen würden.

Hintergrund:

Das "Haus der kleinen Forscher" im Kreis Heinsberg haben auch während der Corona-Pandemie Fortbildungen gegeben. "Immer wenn es die aktuelle Situation erlaubte, haben wir Präsenz-Fortbildungen auf die Beine gestellt", sagt Annette Sielschott. Dann zwar mitunter mit nur vier oder fünf Teilnehmenden, "aber wenn man sich klar macht, dass da vier oder fünf Einrichtungen hinter stehen, ist das völlig gerechtfertigt."

"Haus der kleinen Forscher" im Kreis Heinsberg