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Hamburg, 24.03.2017

Rudolf-Ballin-Stiftung feiert zehnten Geburtstag als Netzwerkpartner mit großer Zertifizierungsfeier

Wie hören wir? Wie geht das mit den Geräuschen? Kann man Pflanzen beim Wachsen helfen? Und wo landet eigentlich unser Müll? Kinderfragen an die Natur und ihre Umwelt bestimmen seit nunmehr zehn Jahren den Alltag in den Kitas, Horten und Grundschulen des Netzwerks Rudolf-Ballin-Stiftung aus Hamburg. So lang schon unterstützt die Stiftung als lokaler Netzwerkpartner das forschende Lernen in ihren Einrichtungen und bildet die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte in den MINT-Fächern fort. Das Netzwerk gehört damit zu den ersten lokalen Fortbildungsanbietern der bundesweiten Bildungsinitiative.

© Rudolf-Ballin-Stiftung
Vertreterinnen und Vertreter aus 20 Kitas, Horten und Grundschulen nahmen ihre Zertifizierungsurkunden entgegen. © Rudolf-Ballin-Stiftung

Zwanzig Einrichtungen der Rudolf-Ballin-Stiftung haben sich nun als „Haus der kleinen Forscher“ (re-)zertifiziert – davon neun Kitas zum vierten Mal. Ulrike Muß, geschäftsführender Vorstand der Rudolf-Ballin-Stiftung, gratulierte den pädagogischen Fach- und Lehrkräften für Ihre wertvolle Bildungsarbeit und lobte die spannenden Forscherprojekte, die die Kinder mit ihrer Lernbegleitung entwickelt haben.

Drei zertifizierte Forscherprojekte im Blitzlicht

Die Palette der Projektthemen war bunt: von Akustik, über die Pflanzenwelt bis hin zur Müllentsorgung war alles dabei.

Unser Abfall
Beim Müll-Projekt fanden die Mädchen und Jungen der Kita „Spielnetz“ heraus, was mit Haushaltsmüll passiert, nachdem er in der Tonne landet. Dabei beobachteten sie die Zersetzung von Biomüll und fanden heraus, wie sich Biogase und Schimmel bilden. Während des Projekts thematisierten die Kinder Biomüll, Papiermüll, Verpackungen, Restmüll und Wiederverwertung. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern verfolgten die Kinder den Weg des Abfalls: In die Küchenmülleimer für Plastik, Bio- und Restmüll und dann mit dem Müllwagen zur Stadtreinigung. Schließlich überlegten die Mädchen und Jungen, wie sich Müll vermeiden lässt und wie Lebensmittel länger halten.

Vom Samenkorn zur Pflanze
Als der Garten im Frühjahr noch ganz karg aussah, wunderten sich die Kinder, warum sie keine Pflanzen finden konnten. Die Kinder beschlossen, den Garten zu bepflanzen. Aber wie wird der Samen eigentlich zur Pflanze? Was brauchen Pflanzen, um zu gedeihen? Welchen Einfluss hat der Mensch auf die Natur? Kann man den Pflanzen beim Wachsen helfen? Als die Kräuter schließlich gut gediehen, konnten sie die Kinder auf ihren Geschmack testen und probierten, ob sie die Kräuter auch mit verschlossenen Augen wieder erkannten.

Hören, Akustik, Schallschutz
Als in der Grundschule Wesperloh saniert wurde und die Baumaßnahmen viel Lärm mit sich brachten, entstand das Forscherprojekt „Hören, Akustik, Schallschutz“. Die Kinder wunderten sich: "Warum nervt mich der Lärm?", "Warum tragen Bauarbeiter Kopfhörer?", "Wie hören wir eigentlich?", "Wie geht das mit den Geräuschen?" Das Projekt drehte sich um Akustik, Klangerzeugung, Schall und Schallschutz. Die Kinder erzeugten Klänge und erforschten, wie sich Klänge ausbreiten. Es führte sie zum Hals-, Nasen-, Ohrenarzt und zum Akustiker. Sie entdeckten die Anatomie des menschlichen Ohrs, erfuhren viel über die Vorgänge beim Hören und setzten sich mit Schwerhörigkeit und Hörgeräten auseinander.

Über das Netzwerk

Die Rudolf-Ballin-Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ feiern dieses Jahr zehn gemeinsame Jahre im Auftrag guter MINT-Bildung. Das Hamburger Netzwerk zählt damit zu den ersten lokalen Netzwerkpartnern des „Hauses der kleinen Forscher“.

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