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Nordrhein-Westfalen

Der längste Forschertisch Kölns – FRÖBEL lädt zum Entdecken ein

50 Meter voller Forscherideen: Der längste Forschertisch Kölns lockte Klein und Groß in den Kölner Jugendpark. Kinder konnten Magnete schweben lassen, Vulkane zum Ausbrechen bringen, Zauberbrei entdecken, Mehl mahlen oder ihre Nase von einer Vakuumpumpe ansaugen lassen. 22 FRÖBEL-Einrichtungen beteiligten sich an der Aktion und brachten kreative Ideen aus ihren Kitas mit.

Eine Gruppe Kinder steht vor einem Tisch und schaut sich an, was es dort zu sehen gibt. Auf der anderen Seite steht eine Erzieherin, die den Kindern etwas zeigt.
© Clara Teich/Stiftung Haus der kleinen Forscher
50 Meter Forschertisch - und auf jedem Meter gibt es etwas Neues zu entdecken.

Martina Schmidt, Leiterin der Kita "Spurensucher", kam die Idee zu dieser "Tag der kleinen Forscher"-Aktion auf dem Laufband. "Ich lief und dachte dabei: Wenn jeder einen Tisch gestaltet, hat jede Einrichtung nur einen kleinen Anteil und trotzdem wird es eine große Aktion".

Die Idee begeisterte die FRÖBEL-Geschäftsleitungen und die Kita-Teams und so bauten am Weltkindertag 22 FRÖBEL-Einrichtungen aus der Region ihre Tische auf. Mit dabei waren auch das Odysseum Abenteuermuseum und das Deutsche Museum Bonn.
Die Einrichtungen zeigten die Vielfalt, mit der sie das Thema in der Kita umsetzen. Denn auf 50 Metern wiederholte sich nicht eine Forscheridee. Die Kinder brachten Vulkane zum Ausbruch – nicht mit Lava sondern mit Essig und Natron oder rührten mit Natron, Zucker und Zitronensäure ihre Brause an. Sie entdeckten, dass Luft nicht "nichts" ist, indem sie Pustebilder gestalteten oder mit der Luftkanone Bechertürme einstürzen ließen. Und fast jedes Kind wollte unbedingt einmal den "Zauberbrei" aus Stärke und Wasser, der je nach Krafteinwirkung flüssig oder fest wird, kneten.

© Clara Teich/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Schwebende Magnete - wie funktioniert das denn?

"Zum Glück seid ihr heute hier!", sagte Wawara begeistert. Die Grundschülerin war zu Besuch auf dem Forscherfest und fand gleich Anknüpfungspunkte zu ihrem Unterricht – dort ist gerade Brot das Thema und Wawara schnappte sich gleich eine Handmühle und mahlte das Getreide. "Das Mehl nehme ich mit zur Schule und dann backen wir daraus etwas!"
Auch Erwachsene ließen sich vom Forscherdrang anstecken. "Ich habe gehört, ihr macht hier Kühlpacks und ich möchte wissen, wie das geht!", sagte eine junge Frau, die neugierig vorbeigekommen war. Und auch Elfi Scho-Antwerpes, die erste Stellvertreterin der Oberbürgermeisterin, nahm sich die Zeit, mit den Erzieherinnen und Erziehern über die Ideen an den einzelnen Forschertischen zu sprechen.

Das Erfolgsrezept: "Spaß und Freude!"

Werner Pieper, FRÖBEL-Geschäftsleiter der Region Köln-RheinBerg, war von der Aktion begeistert. "Hier wird unsere Bildungsarbeit sichtbar. Und es ist toll, dass auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlich in Aktion treten und ihre Arbeit zeigen können."
Denn die Anregungen auf den Tischen waren nur winzige Ausschnitte von dem, was in den Kitas umgesetzt wird. "Im vergangenen Jahr war unsere Kapuzinerkresse voller Raupen. Da habe ich mich sehr geekelt! Aber Waltraud hat gesagt: Das ist doch ideal. Und so startete unser Projekt 'Forschen mit der kleinen Raupe'", erzählte Eva Kirch, Kitaleiterin des Kindergarten Kunterbunt. Die Kinder verfolgten über Wochen die Verwandlung der Raupen zu Schmetterlingen und ließen diese am Ende bei mehreren Schmetterlingsfesten fliegen.

Lena Sonneborn, Erzieherin und Multiplikatorin für Naturwissenschaft und Technik, kennt das Erfolgsrezept für diese stetige Alltagsumsetzung von MINT-Themen in den Einrichtungen "Spaß und Freude! Da muss man mit Herzblut dabei sein."

Genau diese Freude herrschte an diesem Tag über die ganze Länge des Forschertischs vor – bei Kindern, Eltern und den beteiligten Fachkräften.
Im kommenden Jahr soll der Forschertisch zum "Tag der kleinen Forscher" wieder aufgebaut werden. Vielleicht ist er dann schon 100 Meter lang.

Experimentiermaterialien: Reagenzgläser, ein Glas mit rot gefärbten Wasser und Becher mit verschiedenen Pulvern
© Clara Teich/Stiftung Haus der kleinen Forscher
© Clara Teich/Stiftung Haus der kleinen Forscher
© Clara Teich/Stiftung Haus der kleinen Forscher
© Clara Teich/Stiftung Haus der kleinen Forscher
© Clara Teich/Stiftung Haus der kleinen Forscher
© Clara Teich/Stiftung Haus der kleinen Forscher

Über das Netzwerk

Seit 2010 ist der FRÖBEL e.V. lokaler Netzwerkpartner der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". Die Trainerinnen und Trainer des Netzwerks bieten Workshops für alle pädagogischen Fachkräfte in Berlin, Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen an.

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