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Nordrhein-Westfalen

Forschen? Das geht in jedem Alter!

Die Kinder des Kindergartens „Lummerland“ in Elspe besuchen regelmäßig das Seniorenzentrum St. Franziskus. Einmal im Jahr kommen die Senioren zum Gegenbesuch in die Kita – dieses Mal haben Jung und Alt die vierte Zertifizierung der Kita als „Haus der kleinen Forscher“ zum Anlass genommen, um gemeinsam zu forschen und zu entdecken.

Ein großer Behälter mit Wasser steht auf dem Kita-Tisch, daneben liegen zahlreiche Materialien: Knete, Federn, Bauklötze Bälle. "Der Ball wird bestimmt untergehen", vermutet der einer der Besucher aus dem Seniorenzentrum. Der Fünfjährige, der hinter dem Tisch steht schaut ihn an, nimmt den Ball in die Hand und erklärt: "Nein. Der ist doch aus Kork. Das ist so etwas wie Holz und das schwimmt oben." Dann lässt er den Ball ins Wasser gleiten. Die Senioren sind beeindruckt: "Mensch, was ihr alles wisst. Euch kann man ja nichts vormachen."

Gemeinsam macht das Forschen und Entdecken noch mehr Spaß

Auf einem anderen Tisch ist ein "heißer Draht" aufgebaut. Eine Seniorin im Rollstuhl sitzt davor und wirkt ein wenig verloren: "Ich kann das nicht, ich sehe so schlecht." Eines der älteren Kita-Kinder hat die Unsicherheit der Dame bemerkt und bietet seine Hilfe an: "Ich helfe dir. Komm." Gemeinsam versuchen sie, die Drahtschlinge um den "heißen" Draht herumzuführen – das klappt nicht immer perfekt, dafür macht der gemeinsame Versuch umso mehr Spaß und die beiden lachen jedes Mal laut los, wenn sie den Draht doch wieder berührt haben.

Ein neuer, wacher Blick auf die Welt

"Der Austausch zwischen den Generationen ist für alle sehr bereichernd. Dabei ist es egal, ob wir gemeinsam spielen, musizieren oder eben forschen", sagt Britta Hein. Sie ist Gruppenleiterin und die Naturwissenschaften ihr Steckenpferd. Doch gerade beim Forschen sei es spannend zu beobachten, wie sich Jung und Alt gegenseitig bereichern und austauschen. Für die Kinder sei es toll zu erfahren, dass sie Erwachsenen viele Dinge erklären können, denn die Seniorinnen und Senioren gingen, wie die Kinder auch, recht unbefangen an das Forschen. "Zugleich bereichert das Forschen und Entdecken unsere Nachbarn aus dem Seniorenzentrum. Sie können die Welt neu erkunden. Sie sind, genau wie die Kinder, immer wieder von ihren Entdeckungen fasziniert. Das ist wunderbar zu sehen", sagt Kita-Leiterin Marion Nolden.

Über das Netzwerk "Nano-Forscher im Kreis Olpe"

Das regionale Bildungsnetzwerk „Nano-Forscher“ Kreis Olpe hat sich im April 2010 gegründet. Mittlerweile sind 58 von rund 84 Kitas im Kreis Olpe aktiv und 26 der rund 30 Grundschulen.

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