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Charta der Vielfalt unterzeichnet

Ein Haus für alle kleinen Forscherinnen und Forscher

Das "Haus der kleinen Forscher" ist jetzt Teil der Charta der Vielfalt. Im Interview erzählen Michael Fritz, Vorstand der Stiftung, und Angelika Dinges, Leiterin des Bereichs Administration und Infrastruktur und verantwortlich für das Personalmanagement der Stiftung, wie bunt das "Haus der kleinen Forscher" heute schon ist und weshalb es künftig noch vielfältiger werden soll.

Warum hat das "Haus der kleinen Forscher" die Charta der Vielfalt unterzeichnet?

Michael Fritz: "Ich habe gelernt, dass man Bildungseinrichtungen nur wirklich erreicht, wenn man selbst lebt, was man erzählt. Wir sind eine Bildungsinitiative und ich sehe uns deshalb auch als ein Vorbild. Was wir uns von Kitas, Horten und Grundschulen wünschen, müssen wir erst einmal selbst schaffen."

Angelika Dinges:  "Wir möchten sichtbar machen, welche Chancen in Vielfalt liegen. Durch die Unterzeichnung der Charta zeigen wir, dass wir nach Außen und Innen – im Umgang mit unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen – zu der Überzeugung stehen, dass Vielfalt unser Zusammenleben auf ganz unterschiedliche Art und Weise bereichert."

Michael Fritz: "Ich bewundere Pädagoginnen und Pädagogen dafür, dass sie Spezialisten im Umgang mit Vielfalt sind und dafür sorgen, dass sich jedes Kind entsprechend seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten entwickeln kann."

Wie vielfältig ist die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" als Arbeitgeber denn bislang?

Michael Fritz: "Vielfältiger, als ich zunächst dachte."

Angelika Dinges: "Wir sind die Kriterien der Charta Punkt für Punkt durchgegangen und haben uns u.a. unsere Mitarbeiterstatistik angeschaut:  Im 'Haus der kleinen Forscher' arbeiten Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlichen Alters, mit und ohne Behinderungen. Die persönliche Weltanschauung, die Religion, der Bildungs- und Familienstand und die individuelle Berufserfahrung machen uns noch bunter. Gleichzeitig wissen wir, dass wir uns den Wert von Vielfalt ständig bewusst machen müssen. Nur so schaffen wir es, den unbewussten Vorurteilen immer wieder adäquat zu begegnen."

Wo besteht denn Handlungsbedarf?

Angelika Dinges: "Definitiv bei der Männerquote. Unsere Beschäftigten sind zu einem großen Teil weiblich."

In der Charta heißt es, dass sich Unternehmen dazu verpflichten, ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld zu gestalten. Was gehört dazu?

Angelika Dinges: "Zuallererst ist es wichtig, dass wir uns von der Illusion befreien, dass es per se Vorurteilsfreiheit gibt. In den meisten Situationen geht es um Aufklärung und Bewusstmachung. Gegenseitige Wertschätzung und Achtung sind das Ziel. Nur so schaffen wir ein Umfeld, in dem die Besonderheiten jeder und jedes Einzelnen zu Erfolgsfaktoren im Team werden."

Schafft es das "Haus der kleinen Forscher" auch, dieses Verständnis von Vielfalt in seine Konzepte und Materialien einzubeziehen?

Michael Fritz: "Auch das ist ein Prozess. Ganz konkret werden wir uns 2018 dem Thema Gender annehmen. Die MINT-Themen – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – sind kulturell und traditionell bedingt noch immer mit Vorurteilen verknüpft. Wir – und damit meine ich die Stiftung, Pädagoginnen und Pädagogen und die ganze Gesellschaft – müssen es schaffen, Mädchen und Jungen in gleichem Maße für diese Themen zu interessieren."

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