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Nordrhein-Westfalen

NRW macht die "Tür auf für die Zukunft"

Wow, was für ein Online-Event: Gemeinsam mit fünf Netzwerkpartnern aus Nordrhein-Westfalen hat die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" am 31. August 2021 den digitalen Fachnachmittag "Tür auf für die Zukunft – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Kita verankern" auf die Beine gestellt.

Ein Junge pustet in ein selbst gebautes Windrad, das eine Fachkraft festhält.
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Klimakrise, Artensterben, zu viel Konsum: Wie können Erzieherinnen oder Erzieher auf solche Themen kindgerecht eingehen?

Mit dabei: 140 pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen, die gebannt an ihren Rechnern den Impuls-Vortrag von Heike Müller vom "Haus der kleinen Forscher" verfolgten, dann in zahlreiche Workshops verschwanden und sich untereinander austauschten und diskutierten. Das

  • "Haus der kleinen Forscher Münster",
  • das "Regionale Bildungsnetzwerk im Kreis Coesfeld",
  • "wonderlabz - Regionales Netzwerk Bergisches Land & Kreis Mettmann",
  • "Netzwerk Kreis Borken",
  • und das "Haus der kleinen Forscher Emscher Lippe Region"

waren die fünf beteiligten und aktiven Netzwerkpartner, die sich zusammengefunden hatten, um den pädagogischen Fach- und Lehrkräften in ihren Regionen ein weiteres spannendes BNE-Angebot zu machen und gemeinsam Antworten auf komplexe Fragen zu finden: Wie lassen sich globale Themen wie Klimawandel, Artenschutz oder nachhaltigerer Konsum mit Kindern besprechen? Wie reagiere ich als Erzieherin oder Erzieher auf die Fragen und auch Sorgen der Kinder? Wie kann ich als Kita-Leitung das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in der Einrichtung verankern?

Schokolade oder: Warum Bartmücken so wundervoll sind

Zwei Kinder untersuchen zusammen mit einer Pädagogin das Leben in einem Hochbeet.
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Was haben Mücken mit unserer Schokolade zu tun? Kleine Forscher stellen oft große Fragen.

"Mich hat wieder sehr beeindruckt zu erfahren, wie eng unsere Ökosysteme miteinander verknüpft sind, voneinander abhängen und sensibel auf Veränderungen reagieren", sagte Dr. Susanne Reinold, Netzwerkkoordination bei wonderlabz, nach der Veranstaltung und liefert auch direkt ein anschauliches Beispiel, zu dem auch Kinder Bezug haben: "Besonders fesselnd finde ich die engen Anpassungen verschiedener Organismen aneinander. Zum Beispiel die Bestäubung der Kakaoblüte durch die Bartmücken. Die Blüten sind so klein und kompliziert gebaut, dass sonst kein anderes Insekt hineinkommt. Bienen wären hier überfordert. Da wäre es doch schade, wenn es keine Mücken mehr gäbe und damit keine Schokolade."
Und da ist er, der Anknüpfungspunkt zur Lebenswelt der Kinder: Egal, ob bei der Wahl des Mittagessens, dem Umgang mit kaputtem Spielzeug oder bei gemeinsamen Ausflügen – Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit stecken in vielen Bereichen eines Kita-Alltags, wie die Teilnehmenden erfuhren.

Für die fünf Netzwerkpartner war der Fachnachmittag sowohl inhaltlich wertvoll, als auch strukturell: "Der Zusammenschluss der fünf Netzwerke bei einem gemeinsamen Fachnachmittag fördert nicht nur den Austausch innerhalb der Partnernetzwerke in NRW, sondern gibt uns Netzwerkkoordinatorinnen und unseren Kooperationspartnern Raum für den Dialog mit pädagogischem Fachpersonal und Kita-Leitungen in der Region", sagt Dr. Dörthe Masemann. Sie ist Geschäftsführerin von MExLab ExperiMINTe und Koordinatorin vom "Haus der kleinen Forscher" in Münster: "Dadurch können wir alle dem gemeinsamen Ziel,  junge Menschen zu nachhaltigem und reflektiertem Handeln zu befähigen, durch den offenen Austausch einen Schritt näher kommen."

Die gemeinsame Planung und Umsetzung erleichtert den Zugang zum neuen Format

Auch die Erfahrung, dieses neue digitale Format gemeinsam auszutesten, hat vieles erleichtert: "Die Vorbereitung der Online-Veranstaltungen hat mir viel Spaß gemacht. Ich nehme mit, dass Videokonferenzen eine gute Möglichkeit der Vernetzung sind. Themen von Workshops machen Geschmack auf mehr", sagt Andrea Hahn vom regionalen Bildungsbüro im Kreis Coesfeld. Sie sieht auch für die Pädagoginnen und Pädagogen viele Vorteile im digitalen Format: "Viele Kolleginnen und Kollegen können direkt von ihren Einrichtungen teilnehmen, Wege fallen weg. Alle sind viel schneller und viel näher im Austausch zusammen. Ideen können unkompliziert gemeinsam entwickelt werden. Im Falle unseres digitalen Fachnachmittags können sich sogar Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Regionen miteinander vernetzen und Ideen austauschen." Im Fazit heißt es: "Tür auf für die Zukunft" – ein Format für die Zukunft.

Ein Marktplatz voller BNE-Lernorte

Spannend und regional vernetzend: Auf dem digitalen Marktplatz der Online-Veranstaltung stellten sich unterschiedliche Lernorte aus der Region vor. Darunter:

"Diese Aktion spannt ein gutes Netzwerk in der Region und darüber hinaus. Ich finde es sehr schön, schon durch die Vorbereitung des Fachnachmittags neue Unterstützerinnen und Unterstützer für die vielen ‚Häuser der kleiner Forscher‘ bei uns gewinnen zu können", so Andrea Hahn.