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Nordrhein-Westfalen

Schnupper-Workshops, Zirkeltraining und Roboter, die laufen lernen

Wenn sie gefragt wird, wie die vergangenen Wochen waren, überlegt Petra Gregg kurz und sagt dann überzeugt: "Aufregend!" Die Netzwerkkoordinatorin und Trainerin der Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr bot seit September 2020 wieder Präsenz-Fortbildungen an – sie hat mutig neue Formate ausprobiert, andere Ansätze gesucht und mitunter ganz neue Erkenntnisse gewonnen.

Das Bild zeigt Trainerinnen und Trainer bei einer Informatik-Fortbildung
© Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr
Die Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr bieten kostenfreie Inhouse-Schulungen zum Thema "Informatik" an.
Das Bild zeigt Petra Gregg
© Privat
Petra Gregg ist Netzwerkkoordinatorin und Trainerin

Hagen, 9. November 2020. So begann Petra Gregg bereits 2019, den Kitas in ihrer Region das Bildungsthema Informatik schmackhaft zu machen. Wie? Dank der Unterstützung der Sparkassen-Stiftung Hagen. "Ich schrieb alle Hagener Kitas an: Wir haben zehn kostenfreie Inhouse-Schulungen zu vergeben. 'Wie der Roboter Laufen lernt – Informatik mit Kindern entdecken.' Wer sich zuerst meldet, ist dabei!"
Nach den ersten Inhouse-Fortbildungen musste Petra Gregg bedingt durch die Corona-Pandemie weitere Fortbildungen leider komplett pausieren lassen. Als Veranstaltungen unter Hygiene-Auflagen wieder möglich wurden, war ihr schnell klar: Die Räume in den Kitas sind einfach zu klein, um genügend Abstand zu halten. Also startete sie nach dem Lockdown mit ihren Fortbildungen im Hörsaal der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) durch. Dort gab es ausreichend Platz für alle Teilnehmenden. Petra Gregg wählte dafür den Samstag von 9 bis 14 Uhr. "Ich wusste nicht, wie angenehm das gemeinsame Entdecken und Forschen mit Maske sein würde und wie wohl sich die Pädagoginnen und Pädagogen mit Mundschutz fühlen würden."

Mehr Formate und Akquise-Möglichkeiten ausprobieren

Die weiteren Informatik-Fortbildungen werden nun, wie auch die restlichen Präsenz-Fortbildungen, ins Jahr 2021 verlegt – je nachdem, wie die Entwicklungen in der Coronasituation dies zulassen. Dieses Jahr war die Nachfrage bei den Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr jedenfalls sehr groß. "Ich bin gespannt, wie es im neuen Jahr weitergehen wird", so Petra Gregg. Sie möchte weiter unterschiedliche Formate und Akquise-Möglichkeiten ausprobieren, bleibt offen und kreativ. Denn Petra Gregg hat in den vergangenen Wochen und Monaten sehen können, wie viel möglich und machbar ist.
So ließ sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Fortbildung zum Thema "Körper" erstmals einzeln an verschiedenen Stationen forschen, um Abstände zu wahren. Sie war unsicher, ob dabei nicht zu viel Erkenntnisgewinn verloren gehen würde. "Aber alle waren positiv angetan", erzählt die Trainerin. "Die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte berichteten, dass sie schon während des Ausprobierens und Entdeckens in Ruhe überlegen konnten, wie sie die Anregungen in ihrer Einrichtung umsetzen würden." Erst später tauschten sie sich untereinander über ihre Entdeckungen aus und diese Vorgehensweise wurde als wertvoll angesehen.
Und noch mehr Formate hat die Trainerin ausprobiert: So etwa einen Schnupper-Workshop, in dem Wasser und Luft kombiniert werden, wie auch ein 'MINT-Karussell'. "Das kann man sich wie ein Zirkeltraining vorstellen, in dem ich Praxisideen aus dem Angebot 'MINT ist überall' und anderen Workshop-Themen zum Ausprobieren anbiete." Petra Gregg sprüht vor Ideen und Energie, plant um und bleibt zuversichtlich: "So wie Oscar Wilde sagte, denn: Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende."

"Ich bin der festen Überzeugung, dass man Menschen nur für das begeistern kann, wofür man selber brennt. Daher beginne ich meine Fortbildungen zum Einstieg gerne mit dem Spruch von Antoine de Saint-Exupéry", sagt Petra Gregg: "Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer." (Antoine de Saint-Exupéry)

Über das Netzwerk in Hagen/Ennepe-Ruhr

Die Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr e.V. sind seit 2012 in Kooperation mit der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen lokaler Netzwerkpartner der Stiftung "Haus der kleinen Forscher." Gemeinsam bieten sie Fortbildungen an. Im Netzwerk sind aktuell 207 Einrichtungen aktiv dabei, davon 48 Grundschulen. Insgesamt 757 pädagogische Fachkräfte und 87 Lehrkräfte haben bereits die Fortbildungen im Netzwerk besucht.

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