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Wasserprojekt in Mainzer Kita

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig forscht gemeinsam mit Kindern zum Thema Regen

Regen, Hochwasser, Klimawandel – Kinder im Kitaalter bekommen viel mit vom Geschehen in ihrer Umwelt. So auch die Mädchen und Jungen der Konsultationskita am Goetheplatz in Mainz. Dr. Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, hat die Kita jetzt gemeinsam mit Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, besucht und mitgeforscht.

Bildungsministerin Hubig betrachtet mit Michael Fritz, Vorstandsvorsitzendem der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" und Mainzer Kita-Kindern Regenwürmer im Glas.
Bildungsministerin Hubig betrachtet mit Michael Fritz, Vorstandsvorsitzendem der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" und Mainzer Kita-Kindern Regenwürmer im Glas.
© Diana Walaszek / Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
Michael Fritz hält Kronkorken in der Hand und spricht mit zwei Kindern über Formen und Zahlen.
Michael Fritz erforscht Formen und Zahlen mit Kindern der Kita am Goetheplatz in Mainz.
© Diana Walaszek / Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
Bildungsministerin Hubig spricht mit Michael Fritz von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher".
Während die Kinder sehr vertieft experimentieren, tauschen sich Michael Fritz und Ministerin Hubig zu Kita-Konzepten in Rheinland-Pfalz aus.
© Diana Walaszek / Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
Ministerin Hubig beobachtet ein Kind beim Wasserexperiment.
Bildungsministerin Hubig hört den Kindern genau zu, wie sie über das Entdecken und Forschen sprechen.
© Diana Walaszek / Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
Michael Fritz und Ministerin Hubig beobachten, wie die vier Kinder über eine Schale mit Wasser gebeugt sind und damit experimentieren.
Michael Fritz und Ministerin Hubig beobachten, wie die Kinder zur Oberflächenspannung von Wasser forschen.
© Diana Walaszek / Stiftung "Haus der kleinen Forscher"

Mainz, 26. Oktober 2022. Es ist ganz schön viel los in der Kita am Goetheplatz an diesem Morgen: Während einige Kinder in einem der Kitaräume Wasser unter dem Mikroskop betrachten, bauen andere im Garten das Wasserexperiment auf. Ein Kind hatte sich gefragt, wie viel Regen eigentlich normal ist. Das probierten die Kinder direkt mit Ministerin Hubig, Michael Fritz und Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch aus. Gemeinsam experimentierten sie, wie viel Wasser in Gläsern, Schalen und Eimern „normal“ aussieht und wie der Regen gemessen werden kann.

"Ich bin begeistert, mit welchem Eifer die Kinder bei der Sache sind", schilderte Ministerin Hubig ihre Eindrücke. "Ihre Neugier zu wecken und diese in Kreativität und Forschergeist zu verwandeln, ist uns ein wichtiges Anliegen. Schließlich ist Rheinland-Pfalz ein starkes MINT-Land und soll noch stärker werden. Deshalb fängt die Naturwissenschaft und Technik bei uns schon bei den Kleinsten an. In der Kita Goetheplatz gelingt das besonders gut, weil sie eine von 174 Kitas in Rheinland-Pfalz ist, die als ,Haus der kleinen Forscher‘ firmiert. Wir sind sehr glücklich, mit dieser Stiftung einen starken Partner zu haben, der unsere engagierten Erziehungskräfte unterstützt. Mein Dank gilt allen, die hier und in allen Kleine-Forscher-Kitas den Kindern beim Entdecken und Experimentieren helfen. Sie stärken damit nicht nur langfristig den MINT-Standort Rheinland-Pfalz, sondern legen auch die Grundlage für wirksame Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – und vor allem für ein selbstbestimmtes Leben unserer angehenden Forscherinnen und Forscher. Auch das ist ein zentraler Baustein unserer Arbeit."

Forschen und Entdecken fördert die Sprachkompetenz

"Wir wollen Kindern die Chance geben, Themen aus ihrem Alltag aufzugreifen, gemeinsam darüber zu sprechen und sich auszuprobieren", erzählt Regina Schneider, Leiterin der Kita Goetheplatz. "Wenn sich ein Kind in eine Pfütze setzt, ist das noch keine Bildung an sich. Aber wenn wir uns die Zeit nehmen, mit den Kindern darüber zu sprechen, wie die Pfütze durch Regen entstanden ist, wie sich in der Pfütze Wellen bilden können und was mit dem Boden passiert, wenn es noch mehr regnet, dann bieten wir viele Lern- und Sprecherlebnisse, an die die Kinder direkt anknüpfen können." Ministerin Dr. Hubig ergänzte: "Dies ist zugleich ein tolles Beispiel für die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die im neuen Kita-Gesetz des Landes verankert ist."

"In naturwissenschaftlichen Experimenten stecken enorme Chancen für die Entwicklung von Sprache und Sozialkompetenz", bestätigt auch Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". "Wenn wir den Kindern die Möglichkeit geben, Fragen und Probleme aus ihrem Alltag aufzugreifen, kann das einen intensiven Dialog befeuern, der einer Auseinandersetzung mit dem Naturphänomen genauso dient wie dem Spracherwerb."

Ausprobieren, Staunen und auch mal Fehler machen

Es gibt unzählige Möglichkeiten, MINT-Themen (MINT steht kurz für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gemeinsam im Kita-Alltag zu erleben. Die Erzieherinnen und Erzieher in der Kita am Goetheplatz in Mainz haben genau hingehört, was die Mädchen und Jungen beschäftigt. Gemeinsam mit den 85 Kindern nehmen sie derzeit Wasser genauer unter die Lupe, entdecken und sprechen über Wasser im Alltag der Kinder. Auf diese Entdeckerreise nahmen die Kinder Bildungsministerin Hubig und Michael Fritz mit. Gemeinsam stellten sie Salzwasser her und probierten, selbst Regen zu erzeugen.

"Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen ihre Umgebung begreifen und verstehen", weiß Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch: "Die städtischen Kindertagesstätten in Mainz bieten Kindern Möglichkeiten, Vorgänge der Natur und Umwelt spielerisch zu erforschen und sich damit auseinanderzusetzen. Das Fortbildungsprogramm und die Praxisanregungen der Stiftung ‚Haus der kleinen Forscher‘ sind eine tolle Unterstützung für die teilnehmenden Kitas. Die Kita Goetheplatz ist das beste Beispiel dafür, wie Kinder und Kitateams von solchen Mint-Bildungsprojekten profitieren können."

Seit 2018 ist die Kita Goetheplatz als Konsultationskita für "Barrieren abbauen - Vielfalt in der Kita stärken - Inklusion leben" tätig und hat Platz für 85 Kinder.
Mit dem multikulturellen und multilingualen Team werden die Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen, kulturellen und sprachlichen Kompetenzen mit viel Empathie begleitet.

Gemeinsam mit Michael Fritz vom „Haus der kleinen Forscher“ überreichte Ministerin Hubig am Ende des Besuchs den Kindern "Forscherdiplome", die die Kinder voller Stolz entgegennahmen.

PRESSEKONTAKT

Anonymes Porträtfoto
© Stiftung Haus der kleinen Forscher

Daniela Krebs

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit