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Kreativer Perspektivwechsel für Grundschullehrkräfte

Stiftung bringt Forschen mit digitalen Medien in die Grundschule

Ein interdisziplinäres Team erarbeitet für und mit der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" eine Fortbildung zum Thema forschendes Lernen mit digitalen Medien im Grundschulunterricht. Die neue Fortbildung soll Lehrerinnen und Lehrer in ganz Deutschland dabei unterstützen, digitale Lernangebote sinnvoll in ihren Unterricht zu integrieren – insbesondere in Fächern mit Bezug zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Grundschulkinder forschen mit ihrer Lernbegleitung mit einer am Smartphone angeschlossenen Lupe
© Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ / Christoph Wehrer
Forschen mit digitalen Medien bereichert den MINT-Unterricht und die digitale Bildung in der Grundschule.

Berlin, 30. September 2021. Welche Unterstützung brauchen Lehrerinnen und Lehrer, damit Grundschulkinder MINT-Phänomene im Unterricht auch mit digitalen Medien erforschen können? Und wie können Schülerinnen und Schüler dabei Kompetenzen für eine digitalisierte Welt entwickeln? Auf diese Fragen findet seit heute ein Entwicklungsteam aus Lehrerinnen, Trainern und Fachleuten aus Wissenschaft und pädagogischer Praxis Antworten. Noch bis Jahresende werden sie im Ko-Lab im Rahmen von Design-Thinking-Workshops ko-kreativ ein Fortbildungskonzept und entsprechende Prototypen entwickeln.

Im Anschluss wird die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" die Ergebnisse mit Trainerinnen, Lehrern und Grundschulklassen erproben. Ziel ist es, dass perspektivisch alle Grundschullehrkräfte in Deutschland das neue Fortbildungsangebot zum forschenden Lernen mit digitalen Medien nutzen können.

Forschendes Lernen im Unterricht – analog und digital

"Unser Hauptanliegen ist es bei Kindern, sowohl MINT-Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern als auch Kompetenzen für eine digitalisierte Welt. Dabei wollen wir weg von der 'analog versus digital'-Denke, hin zu einer Lernkultur der Digitalität", erklärt Projektleiterin Anne Lehmann. "Unterricht, der Schülerinnen und Schüler stark für unsere zunehmend digitalisierte Welt machen möchte, muss alle Zugänge in integrierten Lernszenarien vereinen, also digitale und analoge Formate als verschiedene Elemente eines Unterrichtsszenariums betrachten", so Lehmann weiter.

Hinter "Ko-Lab" stehen starke Partner für die Grundschule

Die Fortbildungsentwicklung wird im Rahmen des Projekts "Kollaboratives Konzept-Lab" (Ko-Lab) umgesetzt. Das innovative Projekt läuft noch bis Ende September 2022 und wird durch die Friede Springer Stiftung ermöglicht. Das "Ko-Lab"-Projekt knüpft an das Bildungsangebot "MINT geht digital" der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" und ihrem inzwischen abgeschlossenen Stiftungsprojekt Digital Lab an, in dem in den letzten Jahren bereits gemeinsam mit Grundschullehrerinnen und -lehrern Unterrichts-Apps zum Thema Energie und Strom entwickelt wurden.

Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, ordnet das Kooperationsprojekt ein: "Mit dem Digitalpakt Schule baut die Bundesregierung die digitale Ausstattung an Schulen aus. Wir wollen nun dazu beitragen, dass die Lehrkräfte diese Infrastruktur auch kompetent nutzen können. Aus mehreren digitalen Projekten in unserem Haus wissen wir: Gerade beim Forschen und Entdecken zu MINT-Themen können einfache digitale Werkzeuge helfen, die Welt genauer zu beobachten und besser zu verstehen. Mit unserem neuen Angebot wollen wir den Lehrkräften im Land das Potenzial digitaler Formate näherbringen und erwarten davon auch einen Mehrwert für andere Fächer. Wir freuen uns sehr, mit der Friede Springer Stiftung einen starken Partner gefunden zu haben."

Friede Springer erläutert, warum sich ihre Stiftung in Bildungsfragen engagiert: "Lehrkräfte sind die wichtigsten Multiplikatoren, um Kindern die dringend benötigten digitalen Kompetenzen zu vermitteln. Es ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, dass Kinder diese Kompetenzen in der Schule erwerben, denn viele Elternhäuser können das nicht leisten. Deshalb haben wir uns für eine langfristige Zusammenarbeit mit dem ‚Haus der kleinen Forscher‘ entschieden."

Wer mehr über die das "Ko-Lab"-Projekt der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" erfahren will, findet weitere Informationen unter folgendem Link: www.hdkf.de/ko-lab.

PRESSEKONTAKT

Ein Portraitfoto von Jasmin Hihat.
© Stiftung Haus der kleinen Forscher/Heidi Scherm

Jasmin Hihat

Referentin Kommunikation