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11. Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats

23. März 2020 (31 Teilnehmende / 13 Beiratsmitglieder)

Themen und Ergebnisse

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Michael Fritz, informiert über die aktuelle Lage der Stiftung in der Corona-Krise. Die Stiftung hat sich im Zuge der derzeitigen Einschränkungen gut digital organisiertund kann zudem stark steigende Zahlen der Nutzung der Kinderwebseite und der Online-Kurse für Erwachsene verzeichnen.

Verantwortliche aus der Stiftung geben einen Überblick über aktuelle Projekte der Bildungsinitiative. Für das Projekt „KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität konnten über 90 Einrichtungen aus vier Regionen als Modell-Kitas ausgewählt werden, die am Programm teilnehmen können. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation wird es jedoch zu einer Verschiebung des Zeitplans kommen.

Die wissenschaftliche Begleitstudie zum Programm wird von der Forschungsgruppe von Fr. Prof. Caterina Gawrilow (Eberhard Karls Universität Tübingen) und Fr. Prof. Antje von Suchodoletz (New York University Abu Dhabi Campus) durchgeführt werden.

Das Projekt „Forum KITA-Entwicklung hat Anfang März 2020 eine Dialogveranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern der Bildungsforschung, der Organisationsentwicklung, der Fachpraxis der frühen Bildung und der Politik gestaltet.  Die Teilnehmenden begrüßen den interdisziplinären Ansatz des Forums und schätzten die Bedeutung von Organisationsentwicklung als sehr positiv für eine systemische Qualitätsentwicklung ein.

Band 12 der Wissenschaftlichen Schriftenreihe „Frühe Bildung für nachhaltige Entwicklung - Ziele und Gelingensbedingungen“ ist erschienen. Die Stiftung führt ihre Aktivitäten im Bereich der „Bildung für nachhaltige Entwicklung im frühkindlichen Bereich“, gefördert durch das BMBF, auch 2020-2022 fort und wird dabei den sog. „Whole-Institution-Approach“ stärken, der die Entwicklung von Bildungseinrichtungen insgesamt in den Blick nimmt.

Bereits zum zweiten Mal fand am 5. und 6. Dezember 2019 in Kooperation mit der Siemens Stiftung der „International Dialogue on STEM Education“ (IDoS) statt: 100 Bildungsexpertinnen und -experten aus 28 Ländern von sechs Kontinenten kamen in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung zusammen. Die Veranstaltung fand unter der Schirmheerschaft der Deutschen UNESCO-Kommission statt. Weitere Förderer und Partner waren das Auswärtige Amt, die Robert Bosch Stiftung und die OECD. Ziel der Konferenz: Weltweite Standards bei der MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung zu setzen und so im Sinne der globalen Nachhaltigkeitsziele lokale Veränderungen zu befördern. Bereits im Vorfeld der Konferenz erarbeitete die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ zusammen mit internationalen Fachleuten aus Wissenschaft und Bildungspraxis, der „Programmkommission“, das internationale Positionspapier „Using Science to Do Social Good – STEM Education for Sustainable Development”, das am zweiten Konferenztag von den Teilnehmenden per Unterschrift befürwortet wurde.

Die Stiftung beschreibt derzeit eine Wirkungslogik der Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ sowie Wirkungslogiken einzelner Programme und Arbeitsfelder, die zu einem gemeinsamen Verständnis zur Wirkungsweise der Initiative beitragen und ein wirkungsorientiertes Planen und Steuern ermöglichen sollen. Die Stiftung erarbeitet in Programm zur Sicherung, Stärkung und Fortentwicklung des bestehenden Netzwerkpartnersystems, über welches die bundesweite Verbreitung des Bildungsangebots gelingt (Projektvorhaben „Starke Netzwerkpartner“). Die Erarbeitung der Wirkungslogiken wird vom Evaluationsexperten Dr. Sebastian Niedlich von der Freien Universität Berlin (Arbeitsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft) fachlich unterstützt.

Fortbildungen für Lehrkräfte in der Grundschule

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ entwickelt Fortbildungen für Grundschullehrkräfte mit unterrichtlichem Fokus und bietet über verschiedene Projekte digitale und blended-learning-orientierte Angeboten in mehreren Bundesländern an. Aktuelle Grundschulprojekte sind PRIMA!, DigitalLab 2 und MINT- & Leseförderung.

Jörg Ramseger begrüßt die Grundschulprojekte der Stiftung zur bedarfsorientierten Fortbildung im Bereich des Sachunterrichts bei gleichzeitiger bundesweiter Vernetzung der Sachkunde-Lehrkräfte. Die Stiftung plant die Weiterführung des Projekts PRIMA! mit der Erweiterung des Themenfelds Informatik.

Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats an den Stiftungsrat

In Vorbereitung auf den Besuch des Beiratsvorsitzenden im Stiftungsrat am 8. Juni 2020 wird die Perspektive des Wissenschaftlichen Beirats zur Stiftungsentwicklung der letzten drei Jahre, zum Umgang der Stiftung mit Beiratsempfehlungen und zur künftigen Stiftungsentwicklung eingeholt. Die gebündelten Beiratsempfehlungen richten sich auf folgende Punkte:

  1. Stärkung einer wirkungsorientierten, evidenzbasierten Angebotsentwicklung für Kita wie Grundschule
  2. Verknüpfung von Ergebnissen externer Wirkungsstudien mit stiftungsinternen Evaluationen und Analysen für die Nutzung in der Praxis
  3. Längsschnitterhebungen durchführen und Kinddaten erheben
  4. Qualitätsentwicklung durch Organisationsentwicklung in den Blick nehmen
  5. Untersuchung der Potentiale digitaler Angebote und Werkzeuge
  6. Bildung für nachhaltige Entwicklung aus der MINT-Fachperspektive denken und Auseinandersetzung mit Werten in der MINT-Bildung
  7. Internationalen Austausch und Vernetzung betreiben

Hans-Günther Roßbach wird diese Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats im Juni 2020 in die Sitzung des Stiftungsrats einbringen.