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17. Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats

26. September 2022 (31 Teilnehmende: 11 Beiratsmitglieder / 8 Gäste / 12 Stiftungsmitglieder)

Themen und Ergebnisse

Michael Fritz berichtet, dass das BMBF die Stiftung darum gebeten hat, sich an der Um-setzung des MINT-Aktionsplans 2.0 zu beteiligen. Die Stiftung wird dies im Rahmen des ab Oktober 2022 geförderten Verbundprojektes MINT-Campus (siehe Website des BMBF) tun. Die Verbundpartner sind neben der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ die Matrix gGmbH und der Stifterverband. Zudem gibt Michael Fritz einen Überblick über den Strategieprozess FOKUS:25 der Stiftung. Die Planung zur Umsetzung der Strategie ist abgeschlossen und Maßnahmen zur Umsetzung sind gestartet. Die Stiftung wird die Zielerreichung der Maßnahmen mit Hilfe eines kontinuierlichen Monitorings überprüfen.

Update zum International Dialogue on STEM Education (IDoS)

Im „International Dialogue on STEM Education“, ein Kooperationsprojekt der Siemens Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, konnte das Netzwerk aus führenden Organisationen der MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter ausgebaut werden. Für das Dialog-Netzwerk dieser „Peers“ konnten mittlerweile neben den beiden Stiftungen vier weitere Organisationen aus Finnland (LUMA Centre), Frankreich (La main à la pâte, LAMAP) und das Office for Climate Education, OCE), sowie den USA (Smithsonian Science Education Center, SSEC) gewonnen werden. Die Wirkungskreise der Beteiligten liegen in Afrika, Europa, Lateinamerika und den USA.
Als Schwerpunktthema des Dialogs in 2022 wurde das Thema “Wirkungsvolle Netzwerkarbeit” identifiziert; in 2023 wird das Thema “MINT-Bildung in einer digitalen Welt” im Fokus stehen. Mit einem gemeinsam erarbeiteten Learning-Paper (Arbeitstitel “How can Networks help encourage the Development and Professionalisation of Innovative STEM Education in a Changing World?“) setzen die Peers sich derzeit mit der Frage auseinander, wie es Netzwerken gelingt, eine innovative MINT-Bildung wirksam in der Bildungslandschaft zu verankern.

Begleitforschung im Projekt "KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität"

Das Modellprojekt „KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität: Wenn Entdecken und Forschen zum Alltag werden“, welches durch das BMBF gefördert wird (Laufzeit März 2019 bis Dezember 2022), konnte in vier ausgewählten Regionen 90 Kindertageseinrichtungen dafür gewinnen, an der Qualifizierungsmaßnahme in einem Blended-Learning-Format teilzunehmen. Eine qualifizierte Prozessbegleitung betreute die teilnehmenden Kitas vor Ort. Das Modellprojekt wurde durch eine Evaluation durch die Forschungsabteilung der Stiftung und eine externe Untersuchung (durchgeführt von der Forschungsgruppe um Prof. Caterina Gawrilow. Universität Tübingen, und Prof. Antje von Suchodoletz, New York University Abu Dhabi Campus) begleitet.
Prof. Caterina Gawrilow berichtete zum Verlauf der Studie, die zum Ziel hatte, Veränderungen der Interaktion und Kommunikation von pädagogischen Fachkräften mit Kindern im Kita-Alltag während der Teilnahme am Modellprogramm „KiQ“ zu untersuchen. Die Stiftung gab einen Überblick über erste Ergebnisse der Evaluation zum „KiQ“-Programm, in der die individuelle Kompetenzentwicklung des pädagogischen Personals, der Transfer ins Team und der Einfluss von organisationsexternen und -internen Faktoren auf die Veränderungsprozesse quantitativ und qualitativ erhoben wurden. In den durchgeführten qualitativen Interviews schätzten die Teilnehmenden das „KiQ“-Programm als förderlich für die Umsetzung des entdeckenden und forschenden Lernens in den Einrichtungen ein. Die Inhouse-Fortbildungen hätten zudem zur Zielklärung des Veränderungsprozesses bei den pädagogischen Fach- und Leitungskräften beigetragen.

Begleitforschung im Projekt "Forum KITA-Entwicklung"

Im Fokus des Projektes „Forum KITA-Entwicklung – Verstehen, Vernetzen, Verändern“ (ein Kooperationsprojekt der Stiftung mit der Robert Bosch Stiftung, Laufzeit März 2019 bis Februar 2023) steht die Frage, wie Kindertageseinrichtungen Prozesse der Organisationsentwicklung für ihre Entwicklung als Bildungsorganisationen nutzen können. Das Vorhaben sucht nach übertragbaren Lösungsansätzen für das System Kita, die dazu beitragen, die Lernfähigkeit von Kitas als Organisationen zu erhöhen und Bildungsqualität zu verbessern. Dazu hat das Projektteam ein praktisches Unterstützungstool für pädagogische Fachkräfte entwickelt. Mit dem Impuls-Set sollen pädagogische Fachkräfte dabei unterstützt werden, in Fortbildungen erlangtes Wissen in ihre Einrichtungen zu transferieren. Die Erprobung des entwickelten Impuls-Sets in der Praxis wird extern durch die Forschungsgruppe um Prof. Daniela Ulber und Prof. Nina Hogrebe (HAW Hamburg) wissenschaftlich begleitet. Ziel der empirischen Begleitstudie ist es, Erkenntnisse über die Wirkungen und Wirkungsprozesse des Unterstützungstools sowie über Einflussfaktoren auf die nachhaltige Verankerung von (Fortbildungs-) Wissen in der Einrichtung, zu gewinnen. Mit Hilfe eines zweiten Forschungsvorhabens, einem Systematic Review sollen aus Ergebnissen empirischer Studien, Erkenntnisse zu Gelingensbedingungen für ein effektives Transferumfeld zwischen Kindertageseinrichtungen und Trägern gewonnen werden.
In der Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats gab die Forschungsgruppe einen Überblick über das Design und erste Ergebnisse der empirischen Begleitstudie des Impuls-Sets zur Kitaentwicklung. Zudem gaben sie einen Überblick über Zielsetzung und Vorgehensweise bei der Erstellung des Systematic Reviews.

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