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Durch die Forscherbrille:
Warum müssen wir pupsen?

Juli (3 Jahre), hat eine Antwort:

„Ich muss meistens pupsen, wenn ich auf dem Klo bin und einen Stinker machen muss. Aber wenn unsere Hunde in der Wohnung pupsen, dann stinkt das noch viel mehr! Ich hab manchmal aber auch so schlimmes Bauchweh, dass der Bauch sogar total dick ist. Meine Mama sagt, das kriege ich, wenn ich zu viel gegessen habe! Und dann sagt mir meine Mama auch, dass ich pupsen soll, damit das Bauchweh wieder weg geht. Danach geht es dem Bauch nämlich wieder viel besser! Mit der Mama und meinem Papa mach´ ich aber auch ganz oft Quatsch, und dabei lachen wir immer total viel. Wenn ich da prompt Bauchweh habe, dann muss ich auch manchmal pupsen und dann müssen wir immer noch mehr lachen!“

Prof. Dr. med. Mathias Z. Strowski,

Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hepatologie und Gastroenterologie,
Charité – Universitätsmedizin Berlin erklärt:

„Jeder von uns hat schon einmal gepupst. Auch Tiere müssen pupsen; also alles was lebt, muss pupsen. Pupsen bedeutet, dass Gase aus dem Darm auf natürlichem Weg ausgestoßen werden. Pro Tag entstehen in etwa 200-2000 ml Gase, die gewöhnlich bis zehnmal pro Tag ausgepupst werden.

Aber wie entstehen Gase im Darm? Beim Essen verschlucken wir Luft, vor allem wenn wir hastig essen. Die Luft gelangt in den Magen und dann weiter in den Darm. Im Dickdarm „wohnen“ unzählige Bakterien, die uns vor Krankheiten schützen, weil sie den Darm entgiften, mit Vitaminen versorgen und bei der Verdauung helfen. Die Darmbakterien bauen unverdaute Nahrung ab, die in den Dickdarm gelangt. Als Abbauprodukte entstehen dabei unterschiedliche Gase. Menge, Zusammensetzung und Geruch der Darmgase hängen davon ab, was wir essen und welche Bakterien im Darm „leben“.

Große Mengen von Gasen werden beim Verzehr von blähenden Speisen produziert. Dazu gehören unter anderem Erbsen, Bohnen, Linsen, Rosenkohl, Zwiebeln, Knoblauch, Sellerie, Karotten, Rosinen, Bananen, Pflaumen, Aprikosen, Weizenkleie, Vollkornbrot und viele mehr. Die meisten Gase gelangen durch die Darmwand ins Blut und werden weiter in der Leber abgebaut und durch die Lunge ausgeatmet. Alle Gase, die so nicht abgebaut werden können, müssen dann als Pups den Körper verlassen.“

 

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