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Praxisprojekt "Es regnet, es regnet"

Versuche und Praxisideen für Kindergarten und Grundschule

Mit den folgenden Forschungsideen können Sie gemeinsam mit den Kindern einzelne Wetter-Phänomene erkunden. Weitere Ideen ergeben sich sicher im direkten Austausch mit den Kindern, die viele Fragen und Vorschläge mitbringen.

 

Kiefernzapfen als Regenmelder

Kiefernzapfen öffnen ihre Schuppen nur bei schönem Wetter. Bei warmer, trockener Luft liegen so die Samen der Kiefer frei, die dann mit dem Wind verweht werden. Ist es feucht, schließen sich die Schuppen und die Samen sind vor dem Regen geschützt.

Sie brauchen: Kiefernzapfen, Holz-Stäbchen, Box/Karton, Stifte, Reißzwecke

Die Kinder stecken ein Holz-Stäbchen, das als Anzeiger dienen wird, seitlich in eine der Schuppen des Kiefernzapfens. In die innere Wand der Box wird eine Wetterskala eingezeichnet. Unten bedeutet „trocken“, oben bedeutet „feucht“. Den Zapfen können die Kinder mit Klebstoff auf dem Boden der Box befestigen. Dann stellen sie ihn an einen regensicheren Ort in den Garten oder Hof. Alternativ können Sie auch selbst für ein regnerisches Klima sorgen, beispielsweise, indem Sie die Wetterstation in der Küche aufstellen und einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen.

Nun können Sie den Zapfen bei unterschiedlicher Witterung gemeinsam beobachten. Was stellen die Kinder fest? Öffnen sich bei trockenem Wetter die Schuppen des Kiefernzapfens, zeigt das Holzstäbchen im Schuhkarton nach unten und damit trockenes Wetter an. Schließt sich der Zapfen bei feuchter Luft, zeigt das Stäbchen auf der Skala nach oben.

Klimaglas

Hohe Luftfeuchtigkeit: Tropische Verhältnisse im Klimaglas

Gestalten Sie zusammen mit den Kindern eine kleine Klimastation, die sich über einen langen Zeitraum beobachten lässt. Hier können die Kinder wunderbar den Wasserkreislauf beobachten, denn die Menge des Wassers im Glas bleibt immer gleich – trotzdem wird es manchmal regnerisch aussehen und mal trocken.

So bauen Sie das Klimaglas: Holzkohle (gegen Schimmel), Kieselsteine und ungedüngte Erde der Reihe nach in einem großen Einweckglas schichten, bis dieses zu einem Drittel gefüllt ist. Nun pflanzen Sie Moos oder den Ableger einer Zimmerpflanze ein und lassen die Mädchen und Jungen die kleine Landschaft mit Tannenzapfen, Schneckenhäusern, Steinen oder Spielfiguren gestalten. Gießen Sie einmal kräftig mit destilliertem Wasser (das verhindert Kalkränder am Glas), verschließen Sie das Glas mit einem Deckel oder Frischhaltefolie mit Gummi möglichst luftdicht und stellen es an einen hellen Platz.

 

Acht Monate später: kräftiges Pflanzenwachstum im improvisierten Gewächshaus.

Beobachten und dokumentieren: Was passiert im Glas, was mit dem Wasser? Beobachten Sie mit den Kindern das Klimaglas über einen längeren Zeitraum und dokumentieren Sie Ihre „Wetterbeobachtungen“ – z.B. mittels Fotos oder Zeichnungen. Tun Sie das zu Beginn, nach einer Woche, nach drei Wochen, nach zwei Monaten usw. Gestalten Sie mehrere Klimagläser für unterschiedliche Orte: Was passiert mit dem Glas, wenn es im dunklen Schrank oder im Sommer im Garten steht?

Tipp: Zur Bepflanzung eignen sich besonders alle Pflanzen, die viel Feuchtigkeit mögen, also z.B. Moose, Farne und Gräser. Auch Ableger von Zimmerpflanzen können prinzipiell genutzt werden. Es sollten nur keine blühenden oder behaarten Pflanzen sein, da sie im Glas schnell anfangen können zu faulen.

Noch mehr Forschen? Weitere Versuche zum Thema Regen

Experiment „Verdunsten und Verdampfen des Wassers“: Wie kommt eigentlich das Wasser in die Luft, aus dem die Wolken entstehen? Mit diesem Versuch können Sie das gemeinsam mit den Kindern ausprobieren.

Experiment „Wassertropfen“: Was es mit Wassertropfen auf sich hat und wie es aussieht, wenn mehrere Tropfen sich zusammenschließen, können Sie hier erforschen.

 

 

Die Kekse ins Trockene bringen

Auch der Website für Kinder im Grundschulalter der Stiftung können Kinder passend zum Praxisprojekt weiter forschen: Im Spiel "Ramons Regenschirm" müssen sie versuchen, einen Teller voller Kekse trocken durch den Sturm zu manövrieren. Dabei gilt es, den Regenschirm immer an die aktuelle Richtung des Sturms anzupassen und trocken zu bleiben. Zum Lernspiel "Ramons Regenschirm"

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