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Forschertipp aus der Kita

Formen, Muster und Strukturen

Die Mädchen und Jungen forschten mit verschiedenen Materialien, zählten und wogen sie oder bildeten Muster und Formen.
Die Mädchen und Jungen forschten mit verschiedenen Materialien, zählten und wogen sie oder bildeten Muster und Formen. © Christoph Wehrer

Steckbrief der zertifizierten Kita Lummerland

Die Kita Lummerland in Lennestadt (Nordrhein-Westfalen) wurde im Juli 2015 bereits zum dritten Mal als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert und macht seit 2011 beim "Haus der kleinen Forscher" mit. Die Einrichtung betreut derzeit 42 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren.

Worum ging es beim Projekt?

„Wir sind viele Kinder im Kindergarten und Große und Kleine sind dabei“ – schon junge Kinder haben Kategorien, mit denen sie ihre Umwelt strukturieren können. An solche Vorerfahrungen wollten wir mit dem Projekt anknüpfen.

Das Projekt sollte die Kinder sensibilisieren für die Welt der Mathematik und die Lust an und Neugierde auf Mathematik schon bei den Kleinsten wecken. Spielerisch und entwicklungsgemäß konnten die Kinder mathematische Vorläuferfähigkeiten erwerben, wie das Erkennen von Formen, Mustern und Strukturen. Sie konnten Mathematik erleben, ganz ohne zu rechnen.

Was haben Sie benötigt und wie lange haben Sie geforscht?

Wir haben rund vier Monate lang geforscht. Mitgemacht haben 42 Kinder aller Altersgruppen unserer Kita. Wir haben verschiedenste Materialien verwendet, um sie zu zählen, zu wiegen oder um Muster und Formen zu bilden, beispielsweise, indem die Kinder aus Erbsen und Zahnstochern Dreiecke oder Würfel konstruiert haben.

Was haben Sie herausgefunden?

Die Mädchen und Jungen forschen in unterschiedlichen mathematischen Bereichen. Sie verglichen Mengen miteinander, klassifizierten verschiedenste Materialien nach Farbe, Form, Größe oder Gewicht und lernten Oberbegriffe kennen. Die Kinder haben sich darin geübt, Symmetrien, Muster und logische Reihenfolgen zu erfassen und weiterzuführen.

Die Kinder wurden darin bestärkt, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen und dabei gleiche Strukturen in den Dingen wieder zu finden, beispielsweise Dreiecke bei Bauklötzen und Verkehrszeichen, Vierecke bei Fenstern und Fliesen oder Zahlen bei Hausnummern und Uhren.

Was hat den Kindern besonders gefallen?

Für uns Erzieherinnen war es schön, zu sehen, wie differenziert die Kinder unterschiedlichen Alters in einem Projekt lernen. Konzeptionell arbeiten wir mit der großen Altersmischung von einem Jahr bis zur Schulpflicht. Uns ist wichtig, das starke Nachahmungsverhalten der jüngsten Kinder zu unterstützen und ihre Kompetenzen, indem sie mit älteren Kindern agieren. Der Umgang mit Materialien in größeren Mengen hat auch die Jüngsten fasziniert und sie haben "mit beiden Händen" die Mengen im wahrsten Sinn des Wortes begriffen.

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