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Junge schaut sein Auge im Spiegel an

Augen und Ohren

Kinder sitzen mit geschlossenen Augen auf dem Boden

Augen und Ohren

Zwei Kinder haben ein Tuch vor dem Mund

Augen und Ohren

Kinder stehen im Kreis und spielen blinde Kuh

Augen und Ohren

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Sie brauchen

  • Kleine Spiegel oder ein großer Spiegel an der Wand auf Kinderhöhe
  • Luftdurchlässige Tücher zum Verdecken von Nase und Mund
  • Papprollen
  • Kreppklebeband
  • Schlafmasken oder Tücher zum Verdecken der Augen

Die Kinder entdecken am eigenen Körper, wie es sich anfühlt, nichts zu sehen. Sie werden angeregt sich die eigenen Körperzustände und Körpergefühle bewusst zu machen und darüber zu sprechen. Sie sammeln außerdem Erfahrungen dazu, wie groß ihr Blickfeld mit nur einem oder mit beiden Augen ist und wie sie sich ohne Sehsinn mit Hilfe ihrer Ohren orientieren können.

Alltagsbezug

Wir sehen mit den Augen und hören mit den Ohren. Beide Organe helfen uns bei der Orientierung im Raum – wir können räumlich sehen sowie Entfernung und Richtung von Geräuschen bestimmen. Über beide Sinne nehmen wir den größten Teil an Informationen hinsichtlich unserer Umwelt auf und kommunizieren mit anderen. Fällt einer der Sinne aus, können wir versuchen ihn mit Hilfe der anderen Sinne zu kompensieren.

Ohne Augen wahrnehmen

Besprechen Sie mit den Mädchen und Jungen, wozu sie ihre Augen brauchen. Kann man spielen, essen, spazieren gehen, fernsehen, wenn man nichts sehen kann? Woher wissen die Kinder z. B., wer neben ihnen sitzt, wenn sie die Augen geschlossen haben? Dazu setzen sich alle in eine Reihe und erforschen mit geschlossenen Augen durch Hören, Fühlen oder Riechen, wie sie ihre Sitznachbarinnen bzw. -nachbarn und ihre Umwelt wahrnehmen. Überlegen Sie gemeinsam, wie gut man manche Dinge tun kann, ohne sehen zu können: Fernsehen funktioniert vielleicht nicht so gut, aber das Zuhören beim Erzählen von Geschichten, bei denen viel und eindrucksvoll beschrieben wird, schon eher. Wie leicht ist es wohl, andere Menschen zu erkennen? Lassen Sie dazu ein Kind mit einer Augenbinde ein anderes aus der Gruppe abtasten und erraten, wer es ist: Hat es eine große oder eine kleine Nase? Hat es lange, kurze bzw. besonders weiche oder lockige Haare? Was lässt sich vielleicht nicht erfühlen? Haarfarbe? Hautfarbe? Sommersprossen?

Ein Augenblick

Geben Sie jedem Kind einen kleinen Spiegel oder stellen Sie sich zusammen vor einen großen Spiegel und lassen Sie alle ihre Augen detailliert betrachten: Welche Teile können die Mädchen und Jungen benennen, die zum Auge dazugehören, und welche Aufgaben könnten diese haben? Sehen beide Augen völlig gleich aus? Probieren Sie gemeinsam aus, was die Augen können: Schlagen Sie den Kindern vor ihre Augen mal ganz weit aufzureißen, ganz klein zu machen oder nach links und rechts zu drehen. Was verändert sich dann am Gesicht und wie wirkt das auf die Mädchen und Jungen? Wie verändert sich dabei ihr Blickfeld? Spielen Sie ein Spiel: Bedecken Sie mit einem Tuch Nase und Mund eines Kindes, so dass nur noch die Augen- und Stirnpartie sichtbar sind. Können die anderen Mädchen und Jungen an den Augen erkennen, ob das Kind mit dem Tuch ein lächelndes oder trauriges Gesicht macht? Was passiert mit den Augen, wenn das Kind den Gesichtsausdruck verändert?

Seht her:

Das menschliche Auge besteht aus verschiedenen Teilen. Gemeinsam mit den Augenbrauen und der Stirn verraten die Augen Gefühle und Gemütszustände, auch wenn der Rest des Gesichts nicht sichtbar ist.

Das Blickfeld

Finden Sie heraus, wie groß das Blickfeld der Mädchen und Jungen ist. Dazu setzt sich ein Kind in die Mitte eines Sitzkreises. Es hält seinen Kopf mit Blick geradeaus nach vorn und zählt die Namen von den Mädchen und Jungen auf, die es in dieser Position rund um sich herum sehen kann. Es darf zwar die Augen nach links und rechts bewegen, nicht aber den Kopf drehen. Markieren Sie dann die Stellen im Sitzkreis, bis zu denen das Kind sehen kann. Anschließend wiederholt das Kind den Test mit nur einem geöffneten Auge. Wie weit reicht das Blickfeld des linken bzw. das des rechten Auges? Geben Sie dem Kind nun eine Papprolle, durch die es schaut – welche Mädchen und Jungen im Kreis kann es nun entdecken? Haben die Kinder eine Idee, warum sich ihr Blickfeld verkleinert hat?

Seht her:

Mit den Augen kann man nur einen Teil des Umfelds sehen. Um mehr sehen zu können, muss man den Kopf drehen. Jedes Auge erfasst einen anderen Teil des Umfelds, wobei sich ein bestimmter Bereich überlappt.

Ganz Ohr

Führen Sie mit den Mädchen und Jungen einen Richtungshörtest durch: Ein Kind setzt sich in die Mitte der anderen Mädchen und Jungen und bedeckt seine Augen, z. B. mit einer Schlafmaske. Nun macht ein Kind aus dem Sitzkreis ein kleines Geräusch, z. B. "piep". Kann das Kind in der Mitte ub due Richtung zeigen, aus der das Geräusch kommt? Probieren Sie dies ein paarmal aus, so dass verschiedene Richtungen getestet werden. Wie leicht ist es,zu erkennen, ob das "Piep" von links, rechts, vorn oder hinten kommt? Kann das Kind in der Mitte auch unterscheiden, dass zwei Geräusch von zwei nebeneinandersitzenden Mädchen und Jungen kommen? Ist eine Richtung besonders zuverlässig zu erkennen? Dann hält sich das Kind in der Mitte ein Ohr zu. Der Test wird wiederholt. Erkennt man die Richtung, aus der die Geräusche kommen, mit einem Ohr genauso gut wie mit beiden Ohren? Spielen Sie anschließend mit allen Mädchen und Jungen ein Orientierungsspiel: Ein Kind stellt sich mit geschlossenen oder bedeckten Augen an einem Ende des Raums auf. Die restlichen Mädchen und Jungen sammeln sich an einer anderen Stelle im Raum und sagen alle "piep". Kann das Kind sie mit geschlossenen Augen finden?

Seht her:

Die Ohren verraten, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt. Dies funktioniert besser mit beiden Ohren besser als nur mit einem Ohr.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Durch die Pupille gelangen das Licht und somit die Bilder aus der Umwelt in das Auge. Sie ist umgeben von einer farbigen Iris und dem weißen Glaskörper, der kugelrund ist. Deshalb können Augen in alle Richtungen bewegt werden. Durch die Augenhöhle, in der der Glaskörper liegt, und die umgebende Haut ist nur ein Teil des Auges sichtbar. Dadurch ist das Blickfeld begrenzt. Das Augenlid mit seinen Wimpern schützt das Auge vor Staub und anderen Fremdkörpern. Die Augenbrauen sorgen z. B. dafür, dass keine Nässe ins Auge dringt. Frösche hingegen haben fast einen Rundumblick, weil ihre Augen weiter hervorstehen und die Beweglichkeit des Glaskörpers größer ist als beim menschlichen Auge. Geräusche werden über die Ohren wahrgenommen. Räumliches Hören wird durch das Vorhandensein von zwei Ohren möglich. Weil ein Geräusch das eine Ohr den Bruchteil einer Sekunde früher erreicht als das andere Ohr, kann das Gehirn berechnen, ob ein Geräusch eher von links oder rechts kommt. Vorn und hinten sind dagegen schlecht zu unterscheiden, weil das Geräusch beide Ohren gleichzeitig erreicht.

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