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Der Geschmackstest: Mädchen probiert die selbst hergestellte Marmelade. (Foto: Thinkstock)

Die Zeit überdauern

Ob Erdbeere, Pflaume oder Aprikose, Marmelade lässt sich aus vielen Obstsorten herstellen.

Die Zeit überdauern

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Sie brauchen

  • Verschiedene Obstsorten
  • Gelierzucker
  • Einmachgläser, Weckgläser
  • Topf, Herd und Ofen

Verschiedene Obstsorten überdauern eingekocht als Marmelade oder Kompott die Zeit und schmecken auch noch nach vielen Monaten besonders lecker!

Alltagsbezug

Jetzt im Herbst werden besonders viele Früchte reif – es ist Erntezeit. Schon in vorchristlicher Zeit wurde das besonders gefeiert. Auch heute noch wird immer am ersten Oktobersonntag das Erntedankfest begangen. Äpfel, Birnen, Brombeeren, Zwetschgen oder Trauben finden sich in vielen Gärten und wollen geerntet werden. Doch wer kann so viel Obst auf einmal essen? Obendrein nahen die kalten Wintermonate, in denen kaum noch frische (heimische) Früchte verfügbar sein werden. Wie könnte man das Obst bearbeiten, so dass es die Zeit überdauert?

Der Versuch beginnt

Ein Herbstfest in der Einrichtung, das Basteln von Herbstdekoration oder Sammeln von Kastanien und buntgefärbten Blättern könnten Sie zum Anlass nehmen, um mit den Kindern das Thema Herbst und Erntezeit zu besprechen. Nutzen Sie die Möglichkeit, tragende Obstbäume mit den Mädchen und Jungen anzuschauen. Unter der Last der vielen Birnen, Äpfel und Zwetschgen biegen sich die Äste regelrecht. Haben Sie vielleicht sogar die Gelegenheit, gemeinsam mit den Kindern beim Ernten zu helfen? Dabei könnten Sie das Lied „Spannenlanger Hansl, nudeldicke Dirn“ anstimmen.

Haben die Mädchen und Jungen Ideen, was man mit dem vielen Obst alles anfangen könnte? Sofort aufessen, einen Kuchen backen, … – aber was, wenn man die Früchte erst in einigen Monaten essen will? Besprechen Sie mit den Kindern, dass es Möglichkeiten gibt, das Obst lange haltbar zu machen – ohne das es fault oder die Fliegen darüber herfallen. Eine ganz besonders leckere Variante fehlt auf keinem Frühstückstisch: die Marmelade!

So geht es weiter

Entscheiden Sie gemeinsam mit den Kindern, wie Sie die Früchte verarbeiten möchten. Soll eine Marmelade daraus werden? Ein Kompott oder ein Mus? Muss das Obst dafür geschält und kleingeschnitten werden? Oder im Ofen vortrocknen? Womit sollen die Früchte verfeinert werden? Mit Zimt? Oder Honig?

Lenken Sie das Augenmerk der Mädchen und Jungen bei der Zubereitung auch immer wieder auf die erforderliche Zeit. Besprechen Sie, dass es nicht egal ist, wie lange die Früchte im Topf umgerührt oder im Ofen getrocknet werden müssen. Damit das Rezept gut gelingt, muss immer eine bestimmte Dauer eingehalten werden. Achten Sie gemeinsam darauf, stellen Sie einen Wecker oder eine Küchenuhr.

Ihre Rezeptideen

Bitte berichten Sie uns und allen anderen Leserinnen und Lesern von besonders leckeren Rezeptideen Ihrer Kinder. Nutzen Sie dafür die unten stehende Kommentarfunktion. Herzlichen Dank und guten Appetit!

Der Hintergrund

Durch das Konservieren werden die natürlicherweise in jedem Lebensmittel vorkommenden Fäulnisbakterien abgetötet oder zumindest in ihrer Aktivität gehemmt. Entscheidend ist, dass den Früchten das Wasser entzogen wird, denn ohne Wasser können Fäulnisbakterien genauso wenig überleben wie wir Menschen. Beim Einkochen von Marmelade oder Kompott entzieht der hinzugefügte Zucker den Früchten das Wasser. Rosinen, Apfelchips oder auch Pilze werden durch das Trocknen in der Sonne oder im Ofen haltbar.

Marmelade und Kompott werden noch heiß in die Gläser gefüllt. Das sorgt aber auch dafür, dass sich die Luft im Glasinneren erwärmt. Sie dehnt sich dabei aus - es passt also weniger heiße Luft ins Glas als kalte. Sehr schnell werden die Gläser verschlossen. Während die Luft jetzt langsam im Inneren des Glases abkühlt, zieht sie sich zusammen – braucht also viel weniger Platz als zuvor. Die Luft von außen hat nun einen stärkeren Druck als die Luft im Glas und drückt den Deckel hinein. Erst wenn der Deckel geöffnet wird und neue Luft ins Glas strömen kann, wird der Druckunterschied ausgeglichen. Dabei knackt es, weil der Deckel in seine ursprüngliche Form zurückspringt.

Forschen Sie doch auch mal zum Thema  „Warme und kalte Luft“.

Ideen zur Fortsetzung

Die Kinder könnten Etiketten für ihre selbst hergestellten Leckereien entwerfen. Welchen Namen sollen Kompott oder Konfitüre bekommen? Vielleicht benannt nach der Gruppe oder der Einrichtung? Auf jeden Fall wären die Gläser ein tolles Geschenk für die Eltern oder Großeltern.
Sammeln Sie alle gelungenen Einkoch-Ergebnisse als Rezepte. Überlegen Sie noch einmal gemeinsam in der Runde: Was war bei der Zubereitung wichtig? Worauf musste man besonders achten? Schreiben Sie gemeinsam mit den Kindern die einzelnen Schritte auf. Später werden noch Zeichnungen oder Fotos hinzugefügt. Mit der Zeit könnte das Rezeptbuch immer weiter anwachsen.

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