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Eine Frau zeigt mit dem Finger auf eine selbstgebastelte Uhr

Fit für die Zukunft

Eine selbstgebastelte Uhr und ein Kalender mit der Aufschrift "Tage bis zur Party" hängen an einer Wand

Fit für die Zukunft

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Sie brauchen

  • Flaschen
  • feiner Sand, z.B. aus der Zoohandlung
  • starkes Klebeband

Unser jetziges Verhalten hat auch später noch Auswirkungen auf andere Menschen oder auf die Natur. Um das zu verstehen, brauchen Mädchen und Jungen ein Verständnis bzw. ein Konzept für zeitliche Abläufe. Wie greifen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinander?

Alltagsbezug

Erfahrungen mit Zeit macht jedes Kind („Ich bin vier Jahre alt.“) in vielen Situationen („jeden Tag“ im Morgenkreis). Der ganze (All-)Tag und auch das (Schul-) Jahr sind zeitlich getaktet. Zeit ist mit Mobilität verknüpft („Ich brauche lange zur Kita.“). Die Ressource Zeit beeinflusst den Konsum, denn mit mehr Zeit kann ich Dinge selbst machen und muss sie nicht kaufen („Zeit ist Geld.“). Auch wie sich etwas entwickelt, zeigt oft erst die Zeit („Was passiert, wenn ich die Blume gieße oder es nicht tue?“).

Wie lange dauert das?

Zeitempfinden ist subjektiv. Fünf Minuten sind lang, wenn ich auf etwas warten muss, das ich mir sehr wünsche, und kurz, wenn ich etwas Spannendes mache. Bauen Sie gemeinsam mit den Mädchen und Jungen aus Flaschen, Sand, starkem Klebeband oder Flaschentornados Sanduhren. Verkleinern Sie bei einigen mit Klebeband die Flaschenöffnung. Wie unterschiedlich lange laufen die Uhren? Überlegen Sie miteinander, was alles etwa so lange dauert, wie der Sand durch eine der Uhren rieselt. Wie weit kommen die Kinder beim Sackhüpfen? Sind die Zähne nach dieser Zeit sauber geputzt? Ist der Joghurt aufgegessen? Wie ist das mit den anderen Sanduhren, was dauert so lange, wie sie laufen?

Wie wollen wir leben?

Damit Kinder sich mit Zukunftsfragen beschäftigen können, müssen sie begreifen, dass sich Dinge oder auch Gesellschaften entwickeln und verändern. Besonders an technischen Geräten können die Mädchen und Jungen diese Entwicklung nachvollziehen. Schauen Sie zusammen alte Fotos an. Wie haben Spielzeuge, Telefone, Fahrräder oder Autos früher ausgesehen? Fokussieren Sie auf ein Thema, z.B. Mobilität: Wie haben sich die Großeltern und Urgroßeltern fortbewegt? Wie bewegen wir uns fort? Warum hat sich das verändert? Was ist heute anders, besser oder schlechter als früher? Wie hat sich der Freiraum für Kinder auf der Straße verändert? Wie könnten sich die Menschen in Zukunft fortbewegen? Was wünschen sich die Mädchen und Jungen für ihre Mobilität oder ihre Straße?

Weiterforschen mit der Bildkarte

Eine Illustration des Lebenszyklus eines Stuhls in Form eines Kreislaufes

Betrachten Sie gemeinsam das Foto auf der Bildkarte (siehe PDF). Beachten Sie hierbei die Tipps zur Lernbegleitung auf der zweiten Kartenseite. Wie verändern sich Dinge? Was kann ein Stuhl alles erleben? Die Fragen auf der Bildkarte sind nur als Anregungen zu verstehen.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

„Eine nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Brundtland-Bericht, 1987

Mein heutiges Handeln hat auch in der Zukunft Auswirkungen auf Natur und Menschen. Um das zu begreifen, brauchen die Mädchen und Jungen ein Verständnis von zeitlichen Abläufen, dem Ineinandergreifen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Kinder leben aber zuerst einmal ganz in der Gegenwart, ohne sich für das Gestern oder Morgen zu interessieren. Sie orientieren sich in dieser Phase an wiederkehrenden Ereignissen und Strukturen. Erst mit dem Schulalter beginnt das Zeitwissen um Minuten, Wochentage, Jahreszeiten, Schuljahre. Um mit den Mädchen und Jungen Zukunftsfragen zu besprechen, benötigen sie Zeitkonzepte, die ihnen helfen, Vorstellungen von Abläufen, Reihen und Folgen, von Vergangenheit und Zukunft zu entwickeln. Dabei geht es darum, an für die Kinder bedeutsame Zeitverläufe anzuknüpfen. Um unsere Welt zukunftsfähig zu gestalten, sind vielfältige Fähigkeiten und Kompetenzen relevant. Ein Zeitkonzept ist Voraussetzung für ein Zukunftsverständnis, das die Basis dafür bildet, nachhaltig handeln zu können.

Ideen zur Fortsetzung

Kreis oder Linie?
Das heutige Datum wird nie wiederkommen, aber den Sommeranfang gibt es jedes Jahr. Malen Sie mit den Kindern einen Jahreskreis und legen Sie gleichzeitig einen Linienkalender mit Pappstreifen an. Überlegen Sie gemeinsam, was vorbei ist (z. B. „Ich war einen Meter groß.“) und was immer wieder kommt (z. B. „Mein Geburtstag“). Malen Sie die Ereignisse in die Kalender.

Zeitmesser:
Sammeln Sie Zeitmesser, wie z. B. Wecker, Kerzen, Sanduhren, Kalender. Welche fallen den Mädchen und Jungen ein? Welche passen zu welchem Zweck? Vergleichen Sie zusammen die Zeitdauer, die damit gemessen werden kann.

Werden und Vergehen:
Pflanzen Sie schnell wachsende Pflanzen (z. B. Erbsen), beobachten Sie mit den Kindern, wie über die Zeit aus dem Samen die Pflanze wird und wieder Samen bildet, dann kompostieren Sie die Pflanzenreste. Wie sehen diese nach einem Monat aus? Kann darauf wieder eine Pflanze wachsen?

Zeit in MINT

(M) Zeit ist mess- und addierbar und somit eine mathematische Größe. (I) Zeit ist ein Sortierkriterium in der Informatik. (N) Zeit ist in der Natur und Landwirtschaft bedeutsam beim Werden und Vergehen (Huhn und Ei, Knospen, Blätter und Kompost). Vorhersagen über die Zeit können möglich (Jahreszeiten), aber auch schwierig (Wetter) sein. (T) Zeit ist eine wichtige physikalische Einheit im Hinblick auf Geschwindigkeit, Beschleunigung, Kraft und Energie.

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