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Ein Junge hält eine CD-Hülle vor einen dunklen Hintergrund, um sein Spiegelbild besser zu sehen

Gespiegelte Welt

Ein Mädchen spiegelt sich in einem Löffel

Gespiegelte Welt

Ein Mädchen mit einem Handspiegel

Gespiegelte Welt

Verzerrtes Spiegelbild eines Mädchen

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Ein Mädchen spiegelt sich in einer Weihnachtskugel

Gespiegelte Welt

Ein Junge sucht ein Spiegelbild in einer CD-Hülle

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Sie brauchen

• Unterschiedliche Spiegel
• Blank polierte Gegenstände
• Einfache, ebene Spiegel für alle Kinder
• Großes Stück Spiegelfolie und dünne Pappe
• Leere CD-Hüllen, Lineale oder andere Gegenstände aus durchsichtigem Plastik
• Kleine Glasscheiben
• Helles und dunkles Papier

Die Kinder erstellen eine Sammlung von Spiegeln und Dingen mit spiegelnden Oberflächen und entdecken, wie sich je nach Beschaffenheit der Oberfläche das eigene Spiegelbild verändert. Die Umgebung wird mittels Spiegel erkundet und erforscht, was Schaufenster und Glasscheiben zu guten Spiegeln werden lässt.

Alltagsbezug

Spiegel findet man an vielen Orten: im Bad, in der Garderobe, im und am Auto, an unübersichtlichen Straßenecken, im Kaufhaus. Sie werden für unterschiedliche Zwecke eingesetzt, was die jeweilige Bauart des Spiegels beeinflusst. Das eigene Spiegelbild kann man aber nicht nur in Spiegeln sehen, sondern auch in metallenen Topfdeckeln, Löffeln, Suppenkellen und manchmal auch in einer Schaufensterscheibe.

Wir sammeln Spiegel

Wo überall lassen sich Spiegel oder Dinge finden, in denen wir uns spiegeln können? Stellen Sie mit den Kindern (mit Hilfe der Eltern) einen Fundus zusammen. Im Haushalt finden sich neben Hand-, Kosmetik- oder Standspiegeln auch viele andere spiegelnde Dinge: Besteck, Suppenkellen und Kochtöpfe, Schmuck, Metallknöpfe, Handys, Sonnenbrillen, Metall- und Weihnachtskugeln oder glänzende Plastikschüsseln. Kann man sich eigentlich auch in einem Spiegelei spiegeln oder warum heißt das so? Was meinen die Kinder? Probieren Sie es doch einmal aus! Unternehmen Sie gemeinsam einen „Spiegelspaziergang“ in der Natur oder der Stadt. Wo entdecken die Kinder weitere Spiegel und spiegelnde Oberflächen?

Mal dick, mal dünn, mal kopfüber

Spiegeln Sie sich miteinander in den zusammengetragenen Dingen. Sieht das eigene Spiegelbild wie immer aus oder hat es sich verändert? In welchen Spiegelflächen sehen sich die Kinder verzerrt, kopfüber, verkleinert oder vergrößert? Regen Sie die Mädchen und Jungen an, zu beschreiben oder durch Zeichnungen darzustellen, ob und wie sich das Spiegelbild verändert. In der Innenseite eines Esslöffels sieht man sich z.B.  kopfüber. Gelingt es, dass Spiegelbild wieder richtig herum erscheinen zu lassen, wenn man verkehrt herum in den Löffel schaut? Und wie sieht man sich auf der Löffelaußenseite? Fertigen Sie gemeinsam einen Zerrspiegel wie im Spiegelkabinett an. Ein großes Stück Spiegelfolie wird für die bessere Handhabbarkeit auf dünne Pappe geklebt. Wie verändert sich das Spiegelbild, je nachdem, ob die Spiegel-Pappe von den Kindern nach innen bzw. außen gebogen wird?

Seht her:

Das Spiegelbild in einem ebenen und glatten Spiegel ist unverfälscht. Sind die spiegelnden Flächen aber gebogen oder gekrümmt, verändert sich das Spiegelbild: Es sieht verzerrt und lustig aus, manchmal steht es auch auf dem Kopf.

Um die Ecke geschaut

Erkunden Sie gemeinsam die Umgebung mit Hilfe handlicher ebener Spiegel wie Taschenspiegel oder Spiegelfliesen und unternehmen Sie z. B. eine Expedition auf den Spielplatz oder in den Wald. Gelingt es den Kindern, mit dem Spiegel zu erkennen, wer oder was sich hinter ihnen befindet, ohne dass sie sich umdrehen? Wie müssen die Mädchen und Jungen ihren Spiegel halten, um in den Himmel oder in eine Baumkrone zu schauen, ohne dafür die Augen nach oben zu richten? Wie müssen sie ihn wiederum halten, um die eigenen Schuhe zu sehen, ohne herunterzuschauen. Gelingt es auch, mit dem Spiegel um die Ecke eines Hauses oder über eine Mauer zu sehen?

Wem sind die runden, gewölbten Spiegel im Straßenverkehr oder in einem Geschäft schon einmal aufgefallen? Was meinen die Kinder, wozu sie dienen? Warum benutzt auch der Zahnarzt kleine Spiegel, um in die Münder zu schauen?

Seht her:

Ein Spiegel ermöglicht es, Dinge zu sehen, die hinter, über einem oder hinter einer Ecke bzw. Mauer versteckt sind, ohne dass man selbst in diese Richtung schauen muss.

Grundschulkinder entdecken noch mehr mit den Entdeckungskarten für Kinder „Spiegel-Spion“ und „Periskop“.

Spiegelnde Fenster

Spiegelbilder lassen sich manchmal auch in Schaufenstern, Glastüren und Fensterscheiben entdecken. Untersuchen Sie gemeinsam mit den Kindern, unter welchen Bedingungen das möglich ist. Verteilen Sie leere CD-Hüllen, kleine Glasscheiben von Bilderrahmen oder durchsichtige Lineale. Wann können die Mädchen und Jungen gut durch sie hindurchschauen und wann spiegeln sie sich darin? Stellen Sie den Kindern verschiedenfarbiges Papier zur Verfügung, um es hinter die Scheiben zu halten. Welcher Hintergrund ist für das Spiegeln besonders geeignet?

Lassen Sie ein (weißes) Waschbecken voll Wasser laufen, und versuchen Sie, sich gemeinsam mit den Mädchen und Jungen im Wasser zu spiegeln. Gehen Sie anschließend raus und blicken Sie zusammen in eine Pfütze oder selbst hergestellte Wasserlache auf dunklem Untergrund. Welche Gemeinsamkeiten stellen die Kinder zum obigen Versuch fest? Haben sie Ideen, wie sie das Waschbecken verändern müssen, um sich auch darin gut zu spiegeln?

Seht her:

In (Plexi-)Glas kann man sich immer dann gut spiegeln, wenn es dahinter besonders dunkel ist. Wenn man es also z. B. vor eine dunkle Wand, vor ein dunkles Kissen oder schwarzes Papier hält.

Wissenswertes für interessierte Erwachsene

Lichtstrahlen werden von einem glatten, ebenen Spiegel in gleicher Weise zurückgeworfen, wie sie auf ihn treffen. Das Spiegelbild gleicht dadurch dem Original. Die meisten Gegenstände haben aber keine absolut glatte Oberfläche oder sind gewölbt, so dass das auftreffende Licht in alle Richtungen gestreut wird. Dadurch ergeben sich Verzerrungen: Nach innen gewölbte Spiegel vergrößern bei leichter Krümmung das Abbild (z. B. Kosmetikspiegel) und lassen bei stärkerer Krümmung das Spiegelbild kleiner und auf dem Kopf stehend erscheinen (z.B. Löffelinnenseite), während eine nach außen gewölbte Spiegelfläche das Abbild verkleinert (z. B. Löffelaußenseite). Halbspiegeleffekte erlebt man bei Fenstern. Glas hat eine sehr glatte Oberfläche, von der Lichtstrahlen gut zurückgeworfen werden. Da es aber durchsichtig ist, kommen gleichzeitig auch Lichtstrahlen von der Rückseite hindurch. Ob man sich im Glas nun spiegeln oder hindurchsehen kann, hängt davon ab, wo es heller ist. Ist es hinter dem Glas heller, erkennt man keine Spiegelungen, sondern, was sich hinter der Scheibe verbirgt. Ist es hinter dem Glas dunkler, spiegelt man sich. Daher sieht man z. B., wenn man drinnen im Hellen sitzt und nach draußen in die dunkle Nacht schaut, sein eigenes Spiegelbild im Fenster.

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