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Für das Faltspiel werden immer die Ecken zur Mitte geknickt

Zahlenrhythmus

Eine Menge von Bonbons gerecht teilen

Zahlenrhythmus

Zum Anmalen kann das Spiel wieder flach gedrückt werden.

Zahlenrhythmus

Immer abwechselnd erscheinen Rot und Blau

Zahlenrhythmus

Beim Zählen ersetzt ein Kind das Zahlwort durch ein Klatschen

Zahlenrhythmus

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Sie brauchen

  • Papier (quadratisch)
  • Farbstift
  • Bonbons, Legosteine oder Meln

Die Kinder sammeln Erfahrungen zu geraden und ungeraden Zahlen. Sie teilen eine Menge „gerecht“ in zwei Teile, basteln und bewegen ein Faltspiel und lauschen dem Rhythmus ver­schiedener Musikstücke.

Alltagsbezug

Viele Bewegungsspiele starten mit der Gruppen­ bzw. Mann­schaftsbildung. Zwei Kinder wählen beispielsweise abwechselnd ein Kind in ihre Mannschaft. Manchmal geht es auf, manchmal bleibt noch genau ein Kind übrig. Wie kommt das?

Der Versuch beginnt

Die Kinder verteilen sich in zwei möglichst gleich große Gruppen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Welche Ideen haben die Kinder? Beispielsweise können zwei Kinder abwechselnd ein Kind in ihre Gruppe wählen, die Kinder zählen sich der Reihe nach mit 1 und 2 ab oder ein Kind verteilt abwechselnd rote und blaue Kärtchen an die anderen Kinder. Sind die entstandenen Gruppen genau gleich groß? Konnte man schon vorher wissen, ob das klappt? Ist es sinnvoll, erst alle Kinder zu zählen? Auch können sich beide Gruppen einander gegenübersetzen, so dass sich immer zwei Kinder an die Hände fassen und ihre Füße gegen die des Gegenübers stemmen. Hat jedes Kind eine Partnerin oder einen Partner? Probieren Sie das Gleiche nun mit unterschiedlichen Gruppengrößen (von eins bis zehn) oder nehmen Sie Materialien wie Legosteine oder Bonbons zu Hilfe! Erkennen die  Kinder, wie viele sie sein können, damit eine Teilung in zwei gleich große Gruppen machbar ist? 

So geht es weiter

Basteln Sie zusammen mit den Kindern ein Faltspiel. Dieses Spiel ist unter dem Namen Himmel-und-Hölle-Spiel bekannt: Ein quadratisches Blatt Papier wird zunächst entlang der beiden Diagonalen je einmal gefaltet und wieder aufgefaltet, damit der Mittelpunkt sichtbar wird. Dann werden die vier Ecken zum Mittelpunkt geknickt. Das Blatt mit den eingeknickten Ecken muss nun umgedreht werden, um anschließend die vier neuen Ecken zum Mittelpunkt zu falten. Knicken Sie zusammen mit den Kindern das entstandene Quadrat noch entlang der beiden Seitenhal­bierenden mehrmals auf und zu. Auf der Rückseite entstehen so kleine Taschen, in die man mit den Fingern hineingreifen kann.

Greifen Sie mit Daumen und Zeigefinger beider Hände in jeweils eine Tasche und schließen Sie das Himmel­-und­-Hölle-­Spiel so weit wie möglich. Mit diesem Finger­-Handschuh können die Kinder versuchen, sich in ihre Nase zu kneifen!
Die Kinder können das Faltspiel in zwei Richtungen öffnen. Dafür halten sie immer zwei Taschen zusammen. Lassen Sie die Kinder die beiden Öffnungen verschieden anmalen, z.B. rot und blau. Halten Sie das Himmel-­und­-Hölle­-Spiel in einem Zustand, z.B. Rot. Ein Kind nennt eine Zahl zwischen 1 und 10 und Sie  ändern entsprechend oft die Position. Haben die Kinder einen Tipp, welche Farbe das Spiel am Ende zeigt? Rot oder Blau? Kann man das mit Hilfe der genannten Zahl vorhersagen?

Das passiert

Die Kinder erfahren verschiedene Möglichkeiten, wie aus einer Gruppe zwei Teilgruppen gebildet werden können. Ein Kenn­zeichen dafür, dass eine ungerade Anzahl von Kindern vorliegt, ist, dass beim Versuch der Partnerbildung ein Kind übrigbleibt. Das Faltspiel fördert die Feinmotorik der Kinder. Zudem regt das Himmel-­und­-Hölle­-Spiel die Kinder an, darüber nachzudenken, welche Farbe nach 1, 2, 3, 4 etc. Bewegungen zu sehen ist. Beginnt man beispielsweise mit Rot und führt genau eine Bewegung durch, so erhält man Blau. Ändert man zweimal die Position, so erhält man wieder Rot. Bei geraden Zahlen entsteht immer der Ausgangszustand und bei ungeraden Zahlen immer der jeweils andere Zustand.

Ideen zur Fortsetzung

Eine Fortsetzungsidee ist das 1­2­3­4…­Spiel. Zwei Kinder setzen sich jeweils zusammen. Nun sollen sie abwechselnd die Zahl­wortreihe aufsagen. Kind 1 startet mit „Eins“, Kind 2 sagt nun laut „Zwei“, Kind 1 ist wieder an der Reihe und sagt die Zahl „Drei“ etc. Beim Aufsagen der Zahlwortreihe kann immer eine Zahl ausgelassen und stattdessen geklatscht werden. Es tönt nun nicht mehr „eins, zwei, drei …“, sondern „eins, klatsch, drei, klatsch, fünf, klatsch …“ oder „klatsch, zwei, klatsch, vier, klatsch, sechs …“. Die weg­geklatschten Zahlwörter sind im ersten Fall die Zahlwörter für die geraden  Zahlen, aufgesagt werden die Zahlwörter für die ungeraden Zahlen. Im zweiten Fall ist es umgekehrt. Dasjenige Kind, das klatscht, muss faktisch nur klatschen, nach­ dem seine Nachbarin bzw. sein Nachbar ein Zahlwort gesagt hat. Das jenige Kind, das Zahlwörter aufsagt, muss gut aufpassen, dass es immer ein Zahlwort in der Zahlwortreihe auslässt und nicht beim nächsten, sondern beim übernächsten Zahlwort weitermacht.

Der Hintergrund

Teilt man eine Zahl durch 2, ergibt sich entweder der Rest 0 oder 1. Ist der Rest 0, so spricht man von einer geraden Zahl, ist der Rest 1, spricht man von einer ungeraden Zahl. Heute ist es üblich, Zahlen im dezimalen Stellenwertsystem darzustellen (im Vergleich zu anderen historischen Schreibweisen, wie etwa der altrömischen Zahlschrift (I,II,III,IV,V…)). Dafür werden die zehn Ziffern von 0 bis 9 benutzt. Das geht, weil jede Ziffer neben ihrem Anzahlaspekt (wie viele?) auch noch einen Stellenwert hat: Die Position einer Ziffer innerhalb der Zahldarstellung gibt Aufschluss über den Wert dieser Ziffer. So hat die Ziffer 3 in der Zahl 13, der Zahl 437 und der Zahl 3.586 jeweils einen anderen Wert – einmal sind es 3 Einer, einmal 3 Zehner und einmal 3 Tausender. Da alle Vielfachen von 10 ohne Rest durch 2 teilbar sind, genügt es, die letzte Ziffer einer Zahldarstellung zu betrachten, um heraus­ zu bekommen, ob eine ganze Zahl gerade ist. Endet eine Zahldarstellung mit einer 0, 2, 4, 6 oder 8, so ist die Zahl gerade, endet die Zahl darstellung mit 1, 3, 5, 7 oder 9, so ist die Zahl ungerade.

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Kommentare 2 Einträge

Schmidt | 07.04.2015 21:51 Uhr

N Schmidt

Die Ideen sind gut, einige kann ich mit 5-6-jährigen Kindern durchführen. Ich habe nur nicht verstanden, warum in der Materialienliste Bonbons und Legosteine stehen und warum man Mannschaften bilden muss.

Brainy22000 | 29.03.2013 17:24 Uhr

Anleitung schwer verständlich

Beschreibung ist leider schwer zu verstehen, so dass das Experiment scheitert.

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