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Digitale Bildung trotz dürftiger Ausstattung: Geht das?

Sollen digitale Medien in Kita, Hort und Grundschule zum Einsatz kommen? Müssen Kinder Informatik verstehen? Was muss auf politscher Ebene passieren, damit digitale Bildung gelingt? Wir fragen Trainerin und Coach Marion Lepold.

Kinder versuchen mit einer Schnur den kürzesten Weg auf einem Spielbrett zu finden.
© Christoph Wehrer

Ist der Einsatz digitaler Medien in Kita, Hort und Grundschule prinzipiell wünschenswert?

Auf jeden Fall! Digitale Medien sind inzwischen fester Bestandteil der Lebenswelt der Kinder. Trotzdem heißt das noch lange nicht, dass die Kinder auch kompetent sind, mit ihnen umzugehen.

Deshalb ist es wichtig, dass digitale Medien dort zum Einsatz kommen, wo es eine professionelle Begleitung gibt – in den Bildungseinrichtungen. Zudem gibt es einige Kinder, die zu Hause noch keinen Zugang zu digitalen Medien haben – hier geht es auch um digitale Inklusion.

Inwieweit müssen Kinder die informatischen Hintergründe verstehen?

Unsere Welt ist an vielen Stellen informatisch. Das zu verstehen, bedeutet mündig zu sein. Wo wird auf mich Einfluss genommen? Das bekomme ich nur mit, wenn ich eine Idee davon habe, wie etwas funktioniert, zum Beispiel ein Algorithmus. Es ist hilfreich, wenn die Kids die Denkweise des Programmierens kennen lernen. Das kann man mit den älteren Kita-Kindern und mit Grundschulkindern thematisieren, zum Beispiel mit spielerischen Methoden, die Kinder diese Abläufe selbst ausprobieren lassen.

Was muss auf politischer Ebene passieren, um die Akzeptanz digitaler Medien in Kitas, Horten und Grundschulen zu erhöhen und den Einsatz überhaupt zu ermöglichen?

Es ist unabdingbar, die Ausstattung der Einrichtungen für dieses Thema zu verbessern! Darüber hinaus müssen die Ausbildungen der Pädagoginnen und Pädagogen verändert werden, um junge Fachkräfte gezielt an das Thema heranzuführen. Bereits ausgebildete Fach- und Lehrkräfte müssen sich ebenfalls mit dem Thema auseinandersetzen. Dazu brauchen wir entsprechende Fortbildungsprogramme.

Lesen Sie das Interview in voller Länge in der Ausgabe 4/2017 des Kita-Magazins "Forscht mit!" der Stiftung "Haus der kleinen Forscher".

Über Marion Lepold:

Marion Lepold, Diplom-Sozialpädagogin, berät als Trainerin und Coach Kitas, Horte und Grundschulen bei der Konzeption und Gestaltung pädagogischer Prozesse. Sie hat selbst eine Kita, eine Kinderkrippe und eine Grundschule mit eröffnet. Derzeit promoviert sie zum Thema digitale Dokumentation in Kitas. Mehr Informationen finden Sie auf ihrer Website.

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