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Ko-Lab – MINT-Bildung für die Grundschule in einer digitalen Welt

Im "Kollaborativen Konzept-Lab" (kurz: Ko-Lab) entsteht eine fachdidaktisch-fundierte Fortbildung für Grundschullehrkräfte zum Thema forschendes Lernen mit digitalen Medien. Das Besondere: Das Fortbildungskonzept wird im Rahmen eines Design-Thinking-Prozesses gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft und Praxis entwickelt. Gefördert wird das ko-kreative Projekt bis Oktober 2022 von der Friede Springer Stiftung.

Mit Hilfe eines am Smartphone angeschlossenen Mikroskop untersucht ein Kind ein Blatt
© Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
Digitale Medien erweitern die Methodenvielfalt beim Forschen

Analog und digital – sinnvoll verknüpft

Multimediales Entdecken und Forschen unterstützt den Lernprozess der Kinder.

Spätestens mit der Corona-Pandemie haben digitale Lernspiele und verschiedene Webanwendungen Einzug in den Grundschulunterricht gehalten. Doch dabei werden die sogenannte analoge Welt und die digitale Welt häufig einander gegenübergestellt – verbunden mit der Frage, welche Formate sich für welche Lernziele besser eignen. Unterricht, der Schülerinnen und Schüler stark für unsere zunehmend digitalisierte Welt machen möchte, muss beide Zugänge in integrierten Lernszenarien vereinen, also digitale und analoge Formate als verschiedene Elemente eines Unterrichtsszenariums betrachten.

Aus Sicht der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" kann die Klammer dieser Szenarien das forschende Lernen sein. Denn hier stellen die Lernbegleitungen den Schülerinnen und Schülern digitale und analoge Räume und Lernimpulse zur Verfügung. In diesen und mit diesen können sich die Kinder – ausgehend von ihrem individuellen Kenntnisstand – Themenfelder erschließen, Fragen aufwerfen, kreativ und gestalterisch nach Lösungen suchen und ihre Erkenntnisse teilen.

Multiprofessionelle Teams entwickeln Lehrerfortbildung

Screenshot aus einem ZOOM-Meeting
© Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
Zwei von drei Design-Thinking-Workshops werden digital stattfinden.

Im „Ko-Lab“ wird es zwischen September und Dezember 2021 um die Frage gehen: „Wie können wir Grundschullehrkräfte mit einer Fortbildung unterstützen, ihren Unterricht so zu gestalten, dass Schülerinnen und Schüler mit digitalen Medien MINT-Themen entdecken und erforschen und dabei Kompetenzen für eine digitalisierte Welt entwickeln?“

Um von Beginn an die Praxisrelevanz und hohe Qualität der Lehrkräftefortbildung zu sichern,

  • wird das Fortbildungskonzept ko-kreativ im Rahmen von Design-Thinking-Workshops in multidisziplinären Teams entwickelt.
  • werden die entstehenden Fortbildungselemente in verschiedenen Qualitätsschleifen weiter ausgearbeitet und regelmäßig mit den jeweiligen Zielgruppen (Schüler, Lehrer, Fortbildungstrainer) getestet.
  • wird die Fortbildung begleitet von einer Interviewreihe und Best-Practice Beispielen zum Thema „Digitale Bildung“ und „Kompetenzen für MINT-Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in einer digitalisierten Welt“.

Entwickeln Sie mit uns eine Fortbildung, die Sie selbst gern besuchen würden!

Aktuell sucht die Stiftung interessierte Teilnehmende, die in einem spannenden Ko-Kreations-Prozess eine Fortbildung zum Thema Forschendes Lernen mit digitalen Medien im Grundschulunterricht entwickeln möchten. Ausgewählt werden Lehrerinnen und Lehrer im Primarbereich und Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft und Fortbildungspraxis mit Bezug zur digitalen Bildung bzw. zur digitalen MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Schreiben Sie uns

Viele Schulen in Deutschland haben noch großen Unterstützungsbedarf bei der Digitalisierung und der Etablierung einer (Lern-)Kultur der Digitalität. Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" trägt mit ihren Fortbildungen und Materialien dazu bei, diese Lücke zu schließen.

Das neue "Ko-Lab"-Projekt knüpft an das Bildungsangebot "MINT geht digital" und das abgeschlossene Stiftungsprojekt "Digital Lab" an, in dem Lern-Apps mit Grundschullehrerinnen und -lehrern entwickelt wurden.

Verbreitung der neuen Fortbildung über Train-the-Trainer-Netzwerke

© Stiftung "Haus der kleinen Forscher" / Catrin Wolf
Zum Abschluss treffen sich die Teams in Berlin zum Prototyping, Testing und Präsentieren.

Der erste Teil des neuen Projekts endet bereits Ende November mit dem Abschluss der Design-Thinking-Workshops und der Präsentation der Lab-Ergebnisse. Darauf aufbauend entwickeln die Mitarbeitenden der Stiftung 2022 ein Train-the-Trainer-Konzept für die Multiplikation des Fortbildungsangebots. Dieses wird mit Lehrkräften und Trainerinnen und Trainer aus dem "Haus der kleinen Forscher"-Netzwerk getestet.

Zum Projektabschluss im Herbst 2022 sollen sowohl ein Handbuch für die neue Lehrkräftefortbildung als auch ein Train-the-Trainer-Handbuch für die Qualifizierung der Multiplikatoren zur Verfügung stehen. Es ist geplant, diese im Anschluss an das beantragte Projekt zusammen mit dem BMBF und der Kultusministerkonferenz umzusetzen – zunächst in kooperierenden Bundesländern. Perspektivisch sollen Lehrkräfte in allen Bundesländern, mit denen das „Haus der kleinen Forscher“ kooperiert, das neue Fortbildungsangebot nutzen können.

Unsere Position zur "Digitalen Bildung" in Kita und Grundschule

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