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PRIMA! – Fortbildungen für den Grundschulunterricht

Im Projekt PRIMA! bearbeitet die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ grundlegende Fragen zu gelingendem Grundschulunterricht zu MINT-Themen. Sie entwickelt dazu passende Fortbildungen für Lehrkräfte im Grundschulunterricht. Bisher existiert eine Blended-Learning-Fortbildung zu Energiebildung. Eine weitere zu informatischer Bildung ist in Arbeit.

Zwei Mädchen im Grundschulalter forschen mit einer Lehrerin an Stromkreisen
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
"Energiebildung im Grundschulunterricht" ist die erste Fortbildung, die im PRIMA!-Projekt entstand.

Was macht guten Grundschulunterricht zu MINT-Themen aus? Wie können Grundschullehrkräfte wirkungsvoll und modern fortgebildet werden? Diese beiden Fragen stehen im Zentrum des PRIMA!-Projekts. Beantwortet werden sie unter anderem mit Hilfe führender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine Expertise zu MINT-Unterricht erarbeiten werden, sowie durch enge Begleitung der entwickelten Fortbildungen durch Monitoring und Evaluation.

Blended Learning – Fortbildungsmodus der Zukunft?

Die erste entwickelte Fortbildung, "Energiebildung im Grundschulunterricht" ist als Blended-Learning-Fortbildung konzipiert. In Kooperation mit vier lokalen Netzwerkpartnern wurde sie erstmals im Schuljahr 2019/20 in Hessen angeboten. Online-, Präsenz- und Praxiserprobungsmodule greifen über einen Zeitraum von drei Monaten ineinander und betonen jeweils die Stärken der verschiedenen Formate. Präsenztage fördern persönlichen Austausch und praktisches Ausprobieren, Onlineteile ermöglichen Wissenserwerb ohne Zeitdruck sowie gemeinsames Arbeiten. Zu reflektieren, inwiefern dieses Prinzip zu einer effektiven Fortbildung führt, und die Fortbildungen schrittweise zu verbessern, gehört zu den Kernaufgaben im Projekt.

Energiebildung und Informatische Bildung im Grundschulunterricht

Die erste Fortbildung, die im PRIMA!-Projekt entwickelt wurde, bietet fachliche Grundlagen, um Energiebildung mit Praxisideen in den Unterricht zu bringen. Dazu kommen Teile zu den pädagogischen Grundlagen der Lernbegleitungen sowie den didaktischen Elementen des entdeckend-forschenden Lernens auf unterschiedlichen Niveaus je nach Vorwissen. Der praxisorientierte Ansatz der Fortbildung lässt Lehrkräfte selbst eine zu ihrer Klassenstufe und zum Schulcurriculum passende Unterrichtsidee erproben, dokumentieren und in der Gruppe reflektieren.

Die Grafik zeigt die Phasen der Fortbildung: Einstiegswebinar, Vertiefung, Vorbereitungs-Webinar, Praxiserprobung, Reflexionswebinar, Austausch
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
Typischer Ablauf einer PRIMA!-Fortbildung im Blended-Learning-Verfahren

Die voraussichtlich ab 2021 angebotene Fortbildung "Informatische Bildung in der Grundschule" dockt an das Querschnittsthema "Digitalisierung" an und enthält praktische Ideen für mehrere Fächer. Lehrkräfte entdecken, dass spannende Themen wie Datenspeicherung und Verschlüsselung, Programmieren und Robotik offen und in der Lebenswelt der Kinder stattfinden können, und zwar mit und ohne Computer.

Beide Fortbildungen sollen Lehrkräften ermöglichen, sich den Themen niedrigschwellig und aktiv zu nähern und sich selbst als Lernende zu erfahren. Die Konzepte setzen auf Vernetzung und Austausch und ermutigen dazu, Klassenzimmer zu entprivatisieren, miteinander zu lernen und Kinder gemeinsam auf die Welt von morgen vorzubereiten. Alle Onlinemodule finden auf der neuen Lernplattform der Stiftung statt.

Kooperationen mit Bundesländern

Kinder hüpfen auf einem aufgeklebten Quadratmuster.
© Stiftung Haus der kleinen Forscher/Christoph Wehrer
"Informatische Bildung" wird ab 2021 für den Grundschulunterricht pilotiert

Die Prima!-Projekte (aktuell "PRIMA!2023", zuvor: "PRIMA!Start") werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und entwickeln inhaltliche Grundlagen. Einzelne Bundesländer können darauf aufbauend Kooperationen mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ vereinbaren und an ihre Lehrpläne bzw. Kerncurricula anschließende Versionen der Fortbildungen in ihrer Region anbieten. Seit 2019 können hessische Lehrkräfte das Angebot „Energiebildung im Grundschulunterricht“ im Rahmen des Kooperationsprojekts Prima!Hessen nutzen. Weitere Kooperationen werden voraussichtlich 2021 starten.

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