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KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität

Mit ihrem Intensiv-Programm "KiQ  – gemeinsam für Kita-Qualität: Wenn Entdecken und Forschen zum Alltag werden" (kurz: "KiQ") verstärkt die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" ihren Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Kitas in Deutschland. Das neue Kita-Programm kombiniert frühe MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Organisationsentwicklung und wurde in seiner Modellphase zwischen 2020 und 2022 mit rund 90 Einrichtungen in vier Modellregionen pilotiert. Die Entwicklung, Erprobung und Evaluation des "KiQ"-Projekts wurde wie auch seine Fortsetzung ab 2023 ermöglicht durch die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Wenn Entdecken und Forschen zum Alltag werden

Die Anforderungen an Kitas als Bildungsorte steigen. Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, die in der Kita in ihrer fragend-forschenden Haltung bestärkt und gefördert werden, erwerben wichtige Kompetenzen für ihr gesamtes Leben. Daher folgt die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" mit ihrem neuen 15-monatigen Programm "KiQ – gemeinsam für Kita-Qualität: Wenn Entdecken und Forschen zum Alltag werden" einen alltagsintegrierten Ansatz zur frühen MINT-Bildung und zeigt Synergien mit anderen Bildungsbereichen auf. Denn: Frühe MINT-Bildung kann überall und jederzeit stattfinden. Entdeckendes und forschendes Lernen lässt sich gut mit anderen Bildungsbereichen wie Sprache oder nachhaltige Entwicklung verzahnen – für eine ganzheitliche Entwicklungsförderung von Kindern und eine hohe pädagogische Qualität in Kitas (siehe auch: Pädagogischer Ansatz der Stiftung).

"KiQ" verbindet Fortbildungsreihe mit Prozessbegleitung

Erzieher forscht mit Kind am Waschbecken
© Stiftung Haus der kleinen Forscher / Christoph Wehrer
Mit Wasser kann man im Kita-Alltag sehr vielfältig Entdecken und Erforschen.

Im Rahmen eines Modellprogramms hat die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" zwei Jahre lang neue Qualifizierungsansätze für Kita-Leitungen, Erzieherinnen und Erzieher erprobt. Das Ziel: die Kita-Teams befähigen, das entdeckende und forschende Lernen mit Kindern in ihrer täglichen Arbeit zu verankern und die dafür erforderlichen Haltungen, Strukturen und Räume zu schaffen. Aufgrund der positiven Ergebnissen der Modellphase wird das "KiQ"-Programm in ausgewählten Regionen fortgesetzt, und das dank der Förderung durch das BMBF weiterhin gebührenfrei für teilnehmende Kitas!

Jetzt informieren und bewerben für den nächsten "KiQ"-Jahrgang 2023/24!

Zur "KiQ"-Landingpage

Wie schon in seiner Modellphase fußt das Programm "KiQ - gemeinsam für Kita-Qualität" auch in Zukunft auf einem ganzheitlich angelegten Konzept vom Entdecken und Forschen im Alltag. Folgende Programmbausteine werden dabei kombiniert:

  1. eine Fortbildungsreihe mit fünf Modulen, an der für jede Einrichtung eine pädagogische Fachkraft und eine Kita-Leitungskraft teilnehmen,
  2. persönliche Betreuung durch regional ansässige Prozessbegleiterinnen bzw. Prozessbegleiter, die jede teilnehmende Kita bei ihrem individuellen Entwicklungsprozess während der 15 Monate unterstützen und
  3. viel Raum für kollegialen Erfahrungsaustausch und Vernetzung zwischen den teilnehmenden Kitas – sowohl innerhalb ihrer Region und Lerngruppe als auch bundesweit über die digitale Lernplattform der Stiftung und während Online-Workshops.

Die Fortbildungsreihe ist das Herzstück des "KiQ"-Programms. Hier werden den pädagogischen Fach- und Leitungskräften umfangreiche Kenntnisse rund um gute frühe MINT-Bildung im Kita-Alltag vermittelt und für dessen Verankerung förderliche Prozess- und Organisationsentwicklung. Im Zentrum steht die Selbstreflexion und Haltung zum Kind und seinem natürlichen Forschergeist. Das Curriculum ist modular aufgebaut und beinhaltet sowohl Präsenz- als auch Online-Angebote (Blended Learning). Alle Module werden von Praxisphasen begleitet, damit das Gelernte direkt in den Alltag der Kita-Teams einfließt.

Rückblick und Ausblick auf das Kita-Programm "KiQ"

Mit einem Lächeln unterm Mundschutz nimmt ein Erzieher aus Ostwestfalen-Lippe sein "KiQ"-Programmposter entgegen. 93 Kitas machen sich seit September auf einen 18-monatigen Weg, den entdeckend-forschende Lernansatz in ihre Kitas zu integrieren.
© Stiftung "Haus der kleinen Forscher"
Beim Auftakt erhielten die Kita-Tandems ein Poster mit den 5 Stufen des "KiQ"-Programms.

Rund 90 Kindertageseinrichtungen aus vier zuvor ausgewählten Regionen Deutschlands haben zwischen Herbst 2020 und Frühling 2022 trotz Corona-Pandemie alle Programm-Module erfolgreich durchlaufen und durch ihre Rückmeldungen am Erfolg des heutigen "KiQ"-Programms mitgewirkt. Die ersten zertifizierten "KiQ"-Kitas stammen aus:

  • Ostwürttemberg in Baden-Württemberg,
  • Freie und Hansestadt Hamburg,
  • Kreis Lippe und Kreis Herford in Nordrhein-Westfalen und
  • Landkreis Görlitz (Nord) in Sachsen.

Ab Herbst 2023 startet der zweite Jahrgang. Bisher stehen folgende Regionen fest:

  • Berlin-Spandau,
  • Region Bergisches Land in Nordrhein-Westfalen,
  • Schleswig-Holstein Ost und
  • Magdeburg und Umgebung in Sachsen-Anhalt.

Dank der Projektförderung des Bundesbildungsministerium fallen auch in den nächsten Jahren für die teilnehmenden Kitas keine Programmgebühren an.

Ergebnisse der wissenschaftlichen Wirkungsstudien folgen

Die Modellphase des neuen Kita-Programms wurde umfassend wissenschaftlich begleitet: zum einen durch ein stiftungseigenes Team für Forschung und Qualitätsmanagement, zum anderen durch eine von der Stiftung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte externe Forschungsgruppe. Diese nahm im Rahmen des Forschungsprojektes DIALOG die Interaktion und Kommunikation beim Entdecken und Forschen in den "KiQ"-Kitas in den Blick suchte nach Gelingensbedingungen für einen erfolgreichen Transfer der "KiQ"-Lerninhalte in den Kita-Alltag. Zurzeit werden die Forschungsdaten ausgewertet. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist für 2023 geplant.

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